Mons

Historische Hauptstadt des Hainaut ist Mons (zu deutsch passenderweise “Bergen”), eine für die Region sehr typische Stadt mit ihren Backsteinhäusern, engen Gassen mit Kopfsteinpflaster und einer Grand’Place im Zentrum. 

An diesem Platz mit seinen zahlreichen Cafés und Restaurants steht – neben Rathaus und Grand Théâtre – auch der Beffroi (Belfried) der hier in der Gegend eigentlich in jeder Stadt anzutreffen ist (im Bild unten links hinter der Kirche). Victor Hugo gefiel der Beffroi von Mons nicht (“…wäre häßlich, wenn er nicht so groß wäre”). Die große gotische Stiftskirche Ste-Waudru steht nur ein paar Schritte entfernt.

Mons war 2015 Europäische Kulturhauptstadt; ich nehme an, daß das hier ist noch ein Relikt des Kulturjahres ist:

Im 19. Jh. entwickelte sich die Gegend um Mons zur Industrieregion: Kohle und Stahl prägten lange Zeit das Bild des Hainaut. Mittlerweile ist das alles Vergangenheit, aber einige bedeutende Relikte haben sich erhalten.

Das ist kein Schloß, sondern das Bergwerk Grand Hornu. Um 1820 baute man auch Industrieanlagen im klassizistischen Stil.

Die Fördertürme des Bergwerks existieren nicht mehr; die Standorte der Schächte 2 und 7 sind aber noch markiert.

Und um das Bergwerk herum errichtete man eine Grubensiedlung. Auch diese ist größtenteils erhalten und sehr typisch für das nordfranzösisch-belgische Bergbaugebiet. Ich komme später noch darauf zurück.

Einen Förderturm kann man hier in Mons auch noch bewundern: Das ehemalige Bergwerk Crachet im Vorort Frameries ist heute Teil eines Wissenschafts- und Technologieparks.

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