Weingarten

Weingarten ist zweifellos einer der Höhepunkte der Oberschwäbischen Barockstraße. Der Ort am Stadtrand von Ravensburg wird überragt von der Benediktinerabtei, dem reichsten und berühmtesten Kloster Oberschwabens. Die Klosterkirche gehört zu den größten Barockkirchen Süddeutschlands. 

Das Kloster besaß eine aus Mantua importierte (und natürlich ganz bestimmt total echte) Reliquie des Heiligen Blutes, was Weingarten auch zu einem wichtigen Wallfahrtsort machte. Der riesige barocke Neubau der Klosterkirche wurde in der erstaunlich kurzen Zeit von nur acht Jahren errichtet (1717-25). Grüße nach BERlin… 😉

Das Innere ist vollendeter Barock, mit allerdings sehr schlichten Mittelschiffpfeilern. Prunkstücke der Ausstattung sind die große Gabler-Orgel (6.600 Pfeifen), die Kanzel, …

…die Deckenfresken von Cosmas Damian Asam…

…und die große Vierungskuppel.

Das Kloster gilt als Stammsitz der Welfen, die es zu ihrer Familiengrablege bestimmten. Das erkennt man spätestens in einem der Innenhöfe, wo eine Kopie des Braunschweiger Löwen steht. Das Original steht in der Welfenresidenz Braunschweig vor der Burg Dankwarderode.

Daß Weingarten eine durchaus reiche Abtei war, läßt sich aber nicht nur an der Architektur ablesen. Im Fruchtkasten zum Beispiel, einem hübschen Renaissancebau, lagerten in besten Zeiten etwa 1,1 Millionen Liter Wein. Das reicht ja mal für ein paar kalte Wintertage…

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