Wetterau

Keine allzu lange Anfahrt, eine hübsche Landschaft, drei noch unbesuchte Zisterzienserklöster, Fachwerkstädtchen (Büdingen) und ein paar Orte mit Namen aus der Kuriositäten-Bundesliga (Linsengericht, Hüttengesäß, Lieblos): Das klingt doch nach einer guten Idee für eine Tagestour.

Isses aber nich. Zumindest nicht an dem Sonntag, an dem in Frankfurt der Ironman stattfindet. Da führt nämlich die Radstrecke durch die Wetterau. 

In den hessischen Fachwerkstädtchen gibt’s traditionell sowieso mehr Blitzkästen als Fachwerk. Unangenehm, selbst wenn man eigentlich angepaßt fährt. So isses doch eigentlich netter:

In Büdingen findet zudem ein Mittelalterfest statt, aufgrunddessen die gesamte Altstadt gesperrt ist. Da ich weder mein Säckchen Dukaten dabei habe, noch auf Honigwein stehe, noch mit tendenziell übergewichtigen Mitgliedern des Schwertbrüderordens reden möchte, fahre ich gleich weiter. Was anderes bleibt mir auch gar nicht übrig, da ein traditionell mittelalterliches Verkehrs- und Parkplatzchaos Teil des Spectaculums ist, und die wenigsten Gevatter reisen auf Schusters Rappen an. (Es gäbe theoretisch einen Shuttle-Service).

Immerhin: Die Ronneburg ist erreichbar.

Und Bad Vilbel ist nett. Mit einem modernen, über dem Fluß (Nidda) gestellten Bibliotheksneubau…

…und der Ruine einer uralten Wasserburg:

Hier in Bad Vilbel findet der Reisehase auch einen standesgemäßen Rastplatz.

Außerdem gibt’s Begegnungen…,

…Männer, die Straßen überqueren (in Dortelweil – auch so ein Name aus dem Erika-Fuchs-Universum)…

…und nochmal moderne Architektur (von Wolfgang Feierabend entworfenes Kunststoff-Haus “FG 2000” in Altenstadt).

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