Eisenach ist aber nicht nur Lutherstadt und Bachstadt, sondern auch Autostadt. Es zählte zu den frühesten Standorten der Automobil-Produktion in Deutschland (wie übrigens auch Bielefeld, wie ich hier mal betonen möchte (Dürkopp 1897)). Die Geschichte erzählt das Automuseum auf dem Gelände der ehemaligen Eisenacher Automobilwerke.
Allgemein
Eisenach
Eisenach und die Wartburg stehen schon sehr lange auf meiner Wunschliste; ich bin aber bisher noch nie hingekommen. Nun wäre ja 2017 vermeintlich ein guter Zeitpunkt gewesen, wegen des Reformations-Jubiläums. War es aber nicht. Lutherjahr, Lutherfest, Lutherwandern, Lutherwein, Lutherbrot… Mir war das alles zu viel Terz und Kommerz, und vom Luthergedöns habe ich lieber Abstand gehalten. Jetzt sind eineinhalb Jahre ins Land gegangen, und ich traue mich mal in die Wartburgstadt.
Luther ist hier natürlich noch immer an allen Ecken und Enden präsent, auch in der Wartburg, die über der Stadt thront (Artikel folgt). Aber auch in Eisenachs Innenstadt kommt man am Reformator nicht vorbei. Hier gibt es ein Lutherhaus.
Bad Salzungen
Der Name sagt es ja schon: Hier gibt es solehaltige Mineralquellen, sogar welche mit sehr hohem Salzgehalt. Schon seit dem Mittelalter waren daher hier an der Werra Salzsieder aktiv. Im 19. Jahrhundert kam der Kurbetrieb hinzu.
Impressionen vom Stadtzentrum im Dauerregen:
Im Thüringer Wald
Heute (= Montag) geht es von Schmalkalden aus in die andere Richtung, nämlich werra-abwärts und tief hinein in den Thüringer Wald.
Ebersdorf bei Coburg
Nach Hildburghausen führt die Route nochmal zurück über die Zonengrenze ? nach Bayern. Ein Besuch bei Sylvia steht an.
Hildburghausen
Die kleine Kreisstadt (11.000 Einwohner) im oberen Werratal liegt auf einem Bergrücken oberhalb des Flusses. Hübsch ist der Marktplatz mit dem Rathaus.
Im Werratal
Von Schmalkalden aus (Basislager für die nächsten vier Tage) geht es heute werra-aufwärts. Nach einer gewissen Wegstrecke und ein paar Schleifen wegen gesperrter Straßen (den Baustellen kann man auch hier nicht entkommen) landet man irgendwann in Veßra. Hier steht eine alte Klosteranlage.
Bayerische Rhön
Auf dem Hinweg sammele ich noch drei fehlende Zisterzienserklöster in der bayerischen Rhön ein. Zwei davon sind eher etwas für Klostersammler (Johannisthal, Wechterswinkel), weil hier nicht mehr viel zu sehen ist, entweder vom ursprünglichen Kloster oder überhaupt. Von Johannisthal gibt es nur noch Reste, die in einem Hofgebäude verbaut sind. Und Wechterswinkel ist ein kleines Dorf mit zur Pfarrkirche umgebauter Klosterkirche.
In Bildhausen allerdings gibt es nicht nur eine (schloßartige) Klosteranlage, weitgehend in der Barockzeit entstanden, sondern auch noch ein ganzes Klosterdorf drumherum.
Nur die große romanische Klosterkirche steht nicht mehr; sie wurde 1826 abgerissen; der anschließend errichtete kleinere Neubau ist eher schlicht.
Auf dem Gelände ist auch ein Mahnmal an die Opfer des NS-Euthanasieprogramms errichtet worden; acht der Opfer lebten bis 1941 hier in Bildhausen.
Auf dem Weg in Richtung Thüringen liegen dann auch noch ein paar hübsche Städte, zum Beispiel Bad Neustadt an der Saale…
…und Mellrichstadt.
Die Gegend war früher klassisches Zonenrandgebiet, also total abgelegen. Die Grenzbefestigungen existieren nicht mehr, aber total abgelegen ist die Gegend immer noch.
Aber hübsch isses hier trotzdem.
Next please
Lac de Gérardmer
Der See von Gérardmer ist der größte See der Vogesen und mit seinen etwa 1,1 qkm ungefähr so groß wie der größte natürliche See des Schwarzwaldes, der Titisee.















