Die Tagestour führt einmal quer durchs Münsterland, von Davensberg bis Rheine.

Die Tagestour führt einmal quer durchs Münsterland, von Davensberg bis Rheine.

Zwischen Dortmund und Paderborn verläuft der Hellweg, der alte Handelsweg, nahezu schnurgerade. Die flache Landschaft bot keine Hindernisse und also keinen Grund für Kurven. Man sieht das heute noch daran, daß die Hellweg-Städte fast auf einer Geraden liegen: Dortmund, Unna,, Werl und Soest zum Beispiel, und weiter östlich Erwitte.

Die heutige Etappe geht an der Lippe entlang nach Osten. Eigentlich schreibt man da „durch das Tal der Lippe“, aber die Landschaft ist hier so flach, da ist nix mit Tal. Auch der Fluß selbst ist nicht übermäßig spektakulär.

Zum Abschluß des Tages noch eine Großstadt: Hamm in Westfalen. Die Staft mit 180.000 Einwohnern liegt nordöstlich von Dortmund an der Lippe. Das Zentrum ist, wie so häufig hier in der Gegend, eher von Nachkriegsarchitektur geprägt, und – für eine Stadt dieser Größe – überraschend überschaubar. Die Stadtmitte bildet die mächtige Pauluskirche mit ihrem fast 80 Meter hohen Turm.

Das Colani-Ei steht im Stadtteil Brambauer. Von hier sind es gut fünf Kilometer bis ins Stadtzentrum von Lünen.

Bönen und Altenbögge waren lange Zeit kaum mehr als eine Handvoll Gehöfte. Bis 1899 mit dem Abteufen von Schacht III der Zeche Königsborn ein rasantes Wachstum in Gang gesetzt wurde. Es entstanden typische Zechensiedlungen.

Auf dem Streckenplan liegen ja auch fünf Zisterzienserklöster, die mir noch in der Sammlung fehlen. Gestern gab’s schon Himmelpforten und (nicht erwähnt) Fröndenberg/Ruhr, heute nun Welver.

Am Hellweg, einer uralten und schon im frühen Mittelalter wichtigen und vielgenutzten West-Ost-Verbindung, liegt Soest.

Die Möhne, ein Ruhr-Nebenfluß, wird bei Günne und Brüningsen durch eine 40 Meter hohe Mauer zu einem großen See aufgestaut.
