Der nördliche Teil des Altvatergebirges ist das Zuckmanteler Bergland, benannt nach einer Kleinstadt, die auf tschechischer Seite unmittelbar an der Grenze liegt.

Und zwar am Fuß der Bischofskoppe, einem markanten Berg, über den die polnisch-tschechische Grenze verläuft. Zum Gipfel und der dortigen Kaiser-Franz-Josef-Warte (ein Aussichtsturm) kommt man von polnischer und von tschechischer Seite über Wanderwege.

Zuckmantel ist eine alte Bergstadt, wie so viele Orte in der Region und insbesondere in den Sudeten. Reichenstein (Złoty Stok) zum Beispiel, am Rand des Glatzer Kessels gelegen, ist nicht weit. Beide Städte lebten lange von den lokalen Goldvorkommen, die aber längst ausgebeutet sind. Bergbau gibt es hier längst nicht mehr, aber wer durch den Ort schlendert, findet noch Verweise auf die Bergbauvergangenheit.

Zuckmantel ist daher heute ein kleines, etwas verschlafenes Städtchen mit gerade einmal 3.600 Einwohnern. Einen zentralen Marktplatz oder Ring gibt es hier ausnahmsweise nicht; es ist ein langgestrecktes Straßensiedlung mit Häusern entlang der Hauptstraße.
