Nicht weit von Belleperche liegt mit Saint-Pierre-de-Moissac ein weiteres sehr bedeutendes Kloster.

Moissac war aber, wie man an der Klosterkirche unschwer erkennen kann, kein Zisterzienserkloster, sondern gehörte zum Benediktinerorden. Die Kirche stammt in ihren ältesten Teilen aus dem frühen 12. Jahrhundert.

Dazu gehört vor allem das Tympanon über dem Südportal: Christus als Weltenrichter. Es zählt zu den Meisterwerken der romanischen Bildhauerkunst.

Besonders grandios finde ich ja, wie die Edlen dargestellt sind: Teils in lässiger Haltung, mit übereinandergeschlagenen Beinen und verschränkten Armen sitzen sie da und schauen sich ganz entspannt an, was weiter oben vor sich geht.

Auch der Innenraum der Kirche ist sehr schön. Und sehr gelb.

Immer wieder gern gemacht: Blick ins Gewölbe.

Auch sehr schön ist die Grablegung, die in einer der Seitenkapellen steht und aus dem 15. Jahrhundert stammt. Sie kann für mich nicht ganz mit der Grablegung von Ligier Richer in Saint-Mihiel mithalten, aber sehenswert ist sie natürlich trotzdem.

Gegen die Abteikirche, die auch noch einen wunderschönen Kreuzgang hat, kann der Rest der Kleinstadt Moissac, die am Tarn kurz vor dessen Mündung in die Garonne liegt, nicht mithalten. Ein paar hübsche Straßenzüge gibt es aber trotzdem, auch wenn einige davon, so wie dieser hier, unter dem Leerstand leiden, der inzwischen auch in Frankreich zu einem flächendeckenden Problem in den Innenstädten (vor allem der kleineren Städte) geworden ist.
