Berndorf

In Berndorf, im Triestingtal im Wienerwald gelegen, begegnet man immer wieder dem Namen einer Familie. Nein, nicht Esterházy. Eine andere Art von Adel: Es ist die Familie Krupp.

Berndorf liegt zwar heute mitten im Grünen, aber die Wasserkraft der Triesting wurde hier schon im 18. Jahrhundert zur Metallverarbeitung genutzt. 1836 werkelte im Ort die erste Dampfmaschine in Österreich, und Hermann Krupp, Sohn des Essener Firmengründers Friedrich Krupp, gründete hier die Berndorfer Metallwarenfabrik. Sein Sohn Arthur Krupp übernahm die Firma im Alter von 23 Jahren und baute nicht nur sie aus, sondern gleich den ganzen Ort: Es entstand eine “Krupp-Stadt” mit Werkssiedlungen, Schulen, einem Bahnhof und einem Stadttheater. Der sehr hübscher Neorenaissance-Bau mit ersten schüchternen Jugendstil-Anklängen wurde 1898 zum 50-jährigen Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet.

Im Theaterpark stehen zahlreiche Denkmäler, standesgemäß aus Metall. Zum Beispiel diese Bronze hier: Diana zu Pferd.

Eine von mehreren Berndorfer Werkssiedlungen steht an der Kruppstraße.

Das Zentrum dieser Siedlung ist die Margarethenkirche, ein Kuppelbau von angemessener Größe – angemessen jedenfalls für die finanziellen Verhältnisse der Krupps.

Da ich in Berndorf schon mal war, findet sich dieser Blick in die Kuppel der Kirche auch in einem der Bücher aus den Éditions Voyages du Lapin: “Aufwärts! Blicke in Gewölbe und Kuppeln” (Band 9, 2020), dort zu finden als Nummer 11. Wer den Band hat, kann nachschauen. 😉

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