Rütli

1307 soll es gewesen sein. Da verschworen sich, laut der Chronik des Aegidius Tschudi Vertreter aus Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütli-Wiese am Vierwaldstättersee gegen die als Unterdrückung empfundene Herrschaft der Habsburger. Tschudi, bei dem sich auch Schiller bediente, beschreibt auch die Vorgeschichte: Die Ermordung des habsburgischen Vogtes Geßler durch den Urner Wilhelm Tell.

1307?? Ja, bis Ende des 19. Jahrhunderts war das noch das allgemein gängige Datum. Dann erst setzte sich das Jahr 1291 durch. Aus diesem Jahr stammt der Bundesbrief der drei Urkantone, der in Schwyz verwahrt wird. Ob 1307 oder 1291: Historisch ist das Geschehen auf der Rütli ohnehin kaum greifbar. Für eine große Versammlung war die Rütli eigentlich viel zu abgelegen. Man kommt ja noch heute nur zu Fuß oder per Schiff hin. Aber egal. Auf jeden Fall schlossen Uri, Schwyz und Unterwalden um das Jahr 1300 einen Bund, aus dem die heutige Schweiz entstand.

Etwas unterhalb der Wiese, auf der die Schweizer Flagge weht, liegt der Schwurplatz:

Hier zwei Blicke auf die Rütli: Einmal vom Schiff aus bei der Zufahrt zur Anlegestelle, und einmal vom gegenüberliegenden Ufer aus (vom Wolfsprung bei Morschach):

Ein einig Volk von Brüdern wollten sie sein. Erika Fuchs legte diesen Spruch einmal Donalds Neffen Tick, Trick und Track in den Mund, als die sich gegen Donald verbündeten mit den Worten: “Wir wollen sein… ein einig Volk… von Brütern.” Einer der zahlreichen Geniestreiche dieser genialen Übersetzerin. Aber ich komme vom Thema ab… Man ist aber auch sehr leicht abgelenkt, bei diesen Ausblicken.

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