Haselünne

Nach Haselünne mußte ich ja nun allein schon wegen des großartigen Stadtnamens! 

Der Namensbestandteil “-lünne” leitet sich übrigens von Rundhölzern ab, die man hier als künstliche Furt in den Fluß legte und die im Althochdeutschen “lunni” hießen.

Und wo ich schon mal bei der Etymologie bin: Der Flußname Hase hat durchaus etwas mit dem Hasen zu tun, wenn auch nur indirekt: Beide Wörter leiten sich vom althochdeutschen “haso” ab, was etwa grau oder dunkelgrau heißt.  

Haselünne heißt also “Stadt der aus Rundhölzern bestehenden Furt über den dunkelgrauen Fluß”. Da ist die germanisch-althochdeutsche Variante doch deutlich schöner.

Am Stadtrand ist ein Heimat- und Freilichtmuseum aus alten emsländischen Hofgebäuden angelegt.

Die kleine Stadt mit heute knapp 13.000 Einwohnern gehörte der Hanse an und ist als Kornbrennerstadt bekannt. Auch wenn es nicht mehr wie früher über 20 Brennereien gibt, finden sich immer noch einige vor Ort.  Als deren älteste in Familienbesitz befindliche bezeichnet sich Rosche (1792 gegr.):

Bekannter (und auch älter) dürfte allerdings Berentzen sein. Das Unternehmen ist aber vor ein paar Jahren von der Familie Berentzen an einen Investor verkauft worden. Das Werksgelände liegt im Zentrum von Haselünne; hier steht noch ein alter Stadthof der Familie Berentzen. In einem Gebäude unterhält man ein kleines Museum. Blick aufs Werksgelände:

Berentzen produziert neben dem bekannten Apfelkorn u.a. auch die Marken Bommerlunder und Doornkaat. Man hat aber auch eher Bedenkliches wie Lakritzlikör im Sortiment.

Und wo spielt der Haselünner SV? Natürlich auch im Hasestadion. HSV olé!

Das war’s jetzt aber mit den Hasestadien. Versprochen. ?

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