An der Lippe

Die heutige Etappe geht an der Lippe entlang nach Osten. Eigentlich schreibt man da “durch das Tal der Lippe”, aber die Landschaft ist hier so flach, da ist nix mit Tal. Auch der Fluß selbst ist nicht übermäßig spektakulär.

Wie fast überall in Westfalen stehen auch hier viele Wasserschlösser, wie Hovestadt, dem man allerdings nicht richtig nahekommen kann.

Größte Stadt in dieser Region ist Lippstadt, mit großem Marktplatz und der mächtigen gotischen Marienkirche.

In Lippstadt erreicht mich dann der Anruf eines Freundes, leider Bayern-Anhänger, aber sonst schwer in Ordnung. Der erzählt jedenfalls sofort, daß Kalle Rummenigge ja aus Lippstadt käme. Ok, dafür kann die Stadt wenig, aber dennoch: Schnell weg.

Zum Neutralisieren und zur Wiederherstellung des Gleichgewichts fahre ich dann wenig später durch Sudhagen. Von hier stammt Arminia-Legende Helmut Schröder. Gut und Böse liegen halt oft eng beisammen. Schröder war Stammspieler in den besten Arminia-Jahren (die waren von 1978 bis 1985) und einer der elegantesten Spieler, die je das Arminua-Trikot trugen.

Nächster Halt ist Delbrück, das eine Kirche mit schiefem Kirchturm zu bieten hat, was man aber auf dem Photo eher ahnt als sieht.

Um die Kirche herum liegt der runde Kirchplatz, der bis auf zwei, drei Zugänge vollständig mit Häusern umbaut ist.

Von Delbrück geht die Tour dann südlich, und bald kommen sogar ein paar erste Hügel. Auf einem davon steht die Wewelsburg, ein Renaissanceschloß mit langer Geschichte, zu der leider auch ein kurzes, aber sehr düsteres Kapitel gehört. Nach 1933 wurde die Wewelsburg nämlich von der SS übernommen, die hier Gruppenführertreffen veranstalten wollte. Himmler persönlich hatte einen umfasdenden Ausbau der Anlage angeordnet. Nach dem Krieg wurde die Burg, eine der wenigen Schloßanlagen auf dreieckigem Grundriß, dann wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt: Sie ist heute Museum und Jugendherberge.

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