Nohfelden

Im nördlichen Saarland, direkt an der Grenze zum finsteren Rheinland-Pfalz ( 😉, zur Sicherheit) liegt Nohfelden.

Die Gemeinde Nohfelden hat etwa 10.000 Einwohner. Den namensgebenden Ort sollte man sich aber nicht als lebhafte Kleinstadt vorstellen, denn er kommt gerade mal auf 1.100 Einwohner und ist tatsächlich kaum mehr als ein Hochwalddorf. Immerhin eines mit Burg, und vermutlich vor allem deswegen wurde er zum Zentrum der Gemeinde ernannt, die aus mindestens 13 Orten der Umgebung besteht. So kommen dann auch die 10.000 Einwohner zusammen: 1200 aus Bosen, 700 aus Türkismühle, 600 aus Walhausen…

Die Burg Nohfelden wurde von einer Ritterfamilie aus dem Nahetal errichtet, kam später zur Grafschaft Veldenz und zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Teile der Anlage sind noch erhalten, vor allem der etwa 20 Meter hohe Burgturm, der mir schon gut gefallen hat, als ich noch klein war. Weil er nämlich genau so aussieht, wie ein Burgturm meiner Meinung nach auszusehen hatte: Rund, massiv, oben mit Zinnenkranz, fertig. Das Dach wurde erst vor ein paar Jahren montiert und sorgt dafür, daß die Burg nun ein wenig wie eine Silvesterrakete wirkt.

Auf den Turm kann man hinaufsteigen (es sind genau 100 Stufen) und hat dann von oben einen schönen Blick über den gesamten Ort Nohfelden, der im Tal der hier noch recht schmalen Nahe liegt und sich mit ein paar Straßen auch in die Höhen des Hochwaldes vortastet.

Nohfelden gehörte, wie erwähnt, zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken: Und weil die alte Regel gilt: Cuius regio, eius religio (wie wir Lateiner sagen), ist die Pfarrkirche des Ortes eine evangelische Kirche; sie stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist ein schlichter, aber sehr hübscher Bau.

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