Stralsund

Nach vier Tagen in Rostock geht die Fahrt am Mittwoch weiter ostwärts, von einer Hansestadt in die nächste: Stralsund steht auf dem Programm.

Interessanterweise fährt man auf den mecklenburgischen Bahnstrecken mit Material aus dem ja nun nicht unbedingt benachbarten Österreich.

Die Fahrt ist schnell, bequem und pünktlich. Stralsund empfängt den Reisehasen mit viel Sonne, aber auch, was man auf den Bildern ja kaum sieht, mit sehr viel Wind. Für Donnerstag sind Sturmböen bis 100 km/h an der Küste gemeldet, und die ersten Ausläufer machen sich schon heute bemerkbar. Da bleibt der Reisehase lieber sicher in der Tasche.

Stralsund mit seiner weitgehend unzerstört erhaltenen Altstadt gehört zu den sehenswertesten Städten im Ostseeraum. Bemerkenswert sind auch hier die Bauten der Backsteingotik, allen voran das Rathaus (dazu später) und gleich mehrere große gotische Kirchen, von denen vor allem die Marienkirche prägend für das Stadtbild ist. Bevor ich mir die aus der Nähe anschaue, erstmal einen Blick vom Wulflamufer über den östlichen Teil des Frankenteichs.

Aus der Nähe betrachtet: Auch hier lohnt sich ein Blick ins Gewölbe, wenn dieser auch nicht ganz so spektakulär ist wie im Doberaner Münster.

Bis 1647 hatte die Marienkirche angeblich den mit 151m höchsten Kirchturm der Erde, bis der Blitz einschlug. Der daraufhin erforderliche Turm-Neubau, der heutige Turm, blieb dann mit 104 Metern etwas niedriger. Man kann hinaufsteigen, was ich mir natürlich nicht entgehen lasse (es ist kein Gewitter in Sicht und also kein Blitzeinschlag zu befürchten). Über eine enge Wendeltreppe geht es innen im Turm hinauf bis zur Glockenstube und dann über abenteuerlich steile Holztreppen zur offenen Laterne in der Turmhaube.

Hier oben steht man dann ganz schön im Wind. Aber man hat eine weite Sicht. Direkt unterhalb erstreckt sich die Stralsunder Altstadt mit der Nikolaikirche und der Jakobikirche.

Man sieht aber auch schön die Lage der Stadt am Strelasund. Die Meeresbucht, die die Küste von der Insel Rügen trennt, wird von der neuen, 2004-07 errichteten Rügenbrücke mit dem 128 Meter hohen Pylonen überquert. Die Brücke führt hinüber zur Insel Dänholm und dann weiter über den Rügendamm hinüber nach Rügen.

Bevor es zum zweiten Teil des Stadtrundganges geht, erstmal eine kleine Stärkung.

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