Düsseldorf (2)

Als Großstadt mit insgesamt eher modenem Stadtbild bietet Düsseldorf zwar nichr viele wirklich alte Gebäude, hat aber dafür um so mehr bemerkenswerte moderne Architektur zu bieten.

Der Gebäudekomplex des Neuen Zollhofs am Medienhafen, die berühmten Gehry-Bauten, sind natürlich ein dankbares Photomotiv.

Architektonisch finde ich sie aber… naja, geht so. Außergewöhnlich sind sie ja schon, da auf jeden Fall. Aber ich weiß nicht genau, was mich stört. Bei Schauspielern würde ich sagen: Zu exaltiert.

Neben diesen Neubauten gibt es auch einige Klassiker der Moderne. Da wäre zum Beispiel das ehemalige Mannesmann-Hochhaus, von Egon Eiermann entworfen und 1956-58 errichtet, das hier hinter dem Mannesmann-Haus (1911-12, Peter Behrens) am Mannesmannufer hervorschaut.

Große Namen haben sich also in Düsseldorf verewigt. Ein Klassiker der Nachkriegsarchitektur ist auch das wirklich elegante und trotz der Größe sehr leicht wirkende Dreischeibenhaus, 1955-60 für die Phoenix Rheinrohr AG errichtet und ab 1960 die Hauptvetwaltung von Thyssen. Die Architekten aber sind etwas weniger bekannt: Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg.

Und das ist noch längst nicht alles. Da wäre zum Beispiel die Kunsthalle, in der auch das Kabarett “Kom(m)ödchen” untergebracht ist. Der 1967 errichtete Betonklotz war schon zur Zeit seiner Errichtung heftig umstritten, was sich leicht nachvollziehen läßt.

Gegenüber steht das Gebäude K20 der Kunstsammlung NRW, wo noch ein paar Tage lang eine Ausstellung von Ai Weiwei zu sehen wäre. Ist aber kein Thema, das mich ins Museum locken könnte.

Etwas älter, nämlich von 1922-24, ist das Wilhelm-Marx-Haus, das als eines der ersten Hochhäuser in Deutschland gilt.

Und damit es nicht nur um Architektur geht: Zum Schluß noch ein Abstecher in Düsseldorfs Osten an den Flinger Broich. Hier regiert der Fußball.

Die Fortuna spielt ja heute in einer modernen sog. “Arena”, die mehr an eine Messehalle als an ein Stadion erinnert. Davor war – an gleicher Stelle – das Rheinstadion die Spielstätte (eine ziemlich unbeliebte offene Betonschüssel, die schon nicht mehr existiert). Heimat des Vereins ist aber eigentlich der Flinger Broich. Im heutigen Paul-Janes-Stadion, einem richtigen klassischen Fußballstadion mit Haupttribüne und Flutlichtmasten, spielen nun die Jugendmannschaften.

Und das Viertel drumherum ist auch stark von Rot-Weiß geprägt.

Hatte einen schönen Tag hier: Düsseldorfhase.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*