Wiener Neustadt

Ganz so neu ist die Wiener Neustadt gar nicht mehr: 1194 gründete Herzog Leopold V. zur Sicherung der Grenze gegen Ungarn südlich von Wien die Nova Civitas, die erst später den Beinamen “Wiener” erhielt.

Finanziert hatte man den Bau der Stadt mit einem damals sehr probaten Mittel: Entführung und Lösegelderpressung. Und weil Leopold (Beiname übrigens trotzdem: Der Tugendhafte!) nicht irgendwer ins Netz gegangen war, sondern der englische König Richard Löwenherz, fiel die Summe etwas größer aus – und die Stadtgründung dann eben auch.

Im Zentrum: Viele gerade Straßen im typischen Raster der Planstädte. Die Stadt, mit 45.000 Einwohnern nach St. Pölten die zweitgrößte Niederösterreichs, ist lange nicht so groß und laut wie ich es mir vorgestellt hatte. Im Zentrum ist sie, mit einer großen Fußgängerzone und vielen Straßencafés, sogar richtig gemütlich.

Die Domkirche ist eigentlich spätromanisch, erhielt ihre beiden Türme in der heutigen Form aber erst 1892-99.

Im Inneren derzeit zu bewundern: Eine Kunstinstallation aus… ich weiß die genaue Zahl nicht mehr… sehr vielen Glaskreuzen, die durch einen sanften Windzug bewegt werden und leise klingeln.

Wiener Neustadt war ab dem 19. Jahrhundert aber auch Industriestadt. Hier war die größte Lokomotivfabrik Österreichs angesiedelt. Davon steht nicht mehr viel, nur noch das teilrekonstruierte Eingangstor.

Und Fanny.

Bis 1934 wurden in der Stadt auch Autos produziert:

Nach der Wirtschaftskrise verlegte Daimler das Werk allerdings nach Steyr.

Am Rand der Innenstadt steht übrigens das Neukloster, ein Kloster der… Ihr werdet’s ahnen… Zisterzienser!! Juhu, noch eins!

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