Vaucouleurs

Noch so ein Jeanne-Ort: Nach Vaucouleurs, etwa 15 Kilometer nördlich von Domrémy führte Jeannes erster Gang. Oder vielmehr die ersten drei, denn zweimal blitze sie ab beim Versuch, den königlichen Festungskommandanten zu sprechen.

1429 aber gelang es ihr; sie erhielt ein Pferd und einen Begleittroß und machte sich auf den Weg nach Chinon zum Dauphin Charles. Die Porte de France, durch die sie Vaucouleurs verließ, steht noch und ist fast so etwas wie ein nationales französisches Heiligtum. Direkt daneben (im Bild links): Die Sainte-Chapelle.

Vom Schloß stehen nur noch Mauerreste. Aber von hier oben hat man eine schöne Sicht über Vaucouleurs mit seiner hübschen Pfarrkirche und über das Maastal.

Noch eine weitere Jeanne: Marie-Jeanne Bécu, in Vaucouleurs geborene uneheliche Tochter aus armen Verhältnissen, machte Karriere am französischen Königshof und wurde Mätresse von Ludwig XV., der sie zur Comtesse du Barry ernannte. Im Dezember 1793 starb sie – wegen Landesverrats verurteilt – unter der Guillotine. Karl Millöcker schrieb später eine Operette (“Gräfin Dubarry”) über ihr Leben.

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