Igel

Jetzt wird’s nicht stachelig, sondern römisch.

Igel liegt am linken Moselufer gegenüber von Konz und am Stadtrand von Trier. 

Von der kleinen gotischen Pfarrkirche St. Dionysius oberhalb eines hübschen Terrassengartens blickt man auf Igel und das Moseltal. Im Hintergrund links liegt Konz, wo die Saar in die Mosel mündet.

Noch immer finde ich es schade, daß die Gemeinde Igel keine Partnerschaft mit dem französischen Ort Hérisson unterhält. 

Der Ortsname Igel leitet sich aber (natürlich) nicht vom Tier ab, sondern kommt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf die Igeler Säule: Ursprung ist entweder Aquila (Adler), der die Spitze des Monuments bildet, oder Agullia (Obelisk), ein Wort, das im Französischen als aiguille (Nadel) weiterlebt.

Mitten im Ort steht die namensgebende Säule, ein UNESCO-Kulturerbe, das eigentlich gar keine Säule ist, sondern ein Grabmonument. Es stammt aus der Zeit um 250 und erinnert an die Familie Secundinius, wohlhabende Bürger und Tuchhändler im nahen Augusta Treverorum.

Es ist das größte römische Grabmonument nördlich der Alpen, das noch an seinem Originalstandort steht. Per Photo kaum abzubilden, weil zu klein und zu weit oben; daher hier von einer Reproduktion: Auf einem der Friese findet sich auch ein Hase (2.v.r.).

Beeindruckt: Reisehase in Igel:

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