Haithabu

Der Handel zwischen Nord- und Ostseeanrainern ging im frühen Mittelalter vor allem per Schiff vonstatten. Von der Ostsee kommend, nutzte man die Schlei, von der Nordsee aus die Eider und die Treene. 

Dazwischen lag nur ein recht kurzes Stück, auf dem die Waren auf dem Landweg transportiert werden mußten – entlang des Danewerks.

Am Westende der Schlei entstand eine große Handelssiedlung der dänischen Wikinger: Haithabu. Der Ort war im frühen Mittelalter das wichtigste Handelszentrum Nordeuropas. Der deutsche Name war Sliesthorp, später Slieswich, woraus der Name Schleswig entstand. Haitha-bu heißt Heide-hof.

Haithabu wurde nach mehrfacher Zerstörung im 11. Jahrhundert aufgegeben und versank im sumpfigen Ufergelände der Schlei. Viel ist heute nicht mehr sichtbar vom einstigen Handelszentrum mit seinen etwa 1.500 Einwohnern: Die Häuser des Ortes waren aus Lehm, Stroh und Holz errichtet worden.

Im Gebiet des ehemaligen Haithabu wurden einige Häuser rekonstruiert und können besichtigt werden.

Sie gehören zum Wikinger-Museum Haithabu, das sehr schön aufbereitet die Geschichte des Ortes erzählt und Funde der Ausgrabungen zeigt.

Auch die Handelspartner Haithabus werden gezeigt; darunter sind auch Orte im fernen Hibernia. 😉

Auf den Wallanlagen um das halbkreisförmige Ortsgebiet am Ufer der Schlei weiden Skudden, eine alte Hausschaf-Rasse.

Im nahegelegenen Haddeby steht eine alte Dorfkirche. Sie erinnert daran, daß hier um die Mitte des 9. Jahrhunderts der Missionar Ansgar eine erste christliche Kirche im Norden errichten ließ.

Heute mal ein Wikingerhase: 

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