Munkbrarup

Munkbrarup, der Name deutet es an, wurde im Mittelalter von Mönchen betreut (Munk = Mönch). Diese kamen aus dem nahegelegenen Zisterzienserkloster Rude.

Die Laurentiuskirche des Ortes ist eine typische jütische Dorfkirche, mit wuchtigem Turm aus Granitquadern. Sie stammt aus der Zeit um 1180. Die Klosterkirche ist es aber nicht; die Zisterzienserkirchen sehen ja ganz anders aus, wie wir alle inzwischen wissen.

Das Innere ist schlicht; man kann verstehen, daß jemand. der hier aufgewachsen ist, mit den Barockkirchen des Alpenraums nicht so zurechtkommt… Das große Kreuz im Altarraum stammt übrigens aus dem Rudekloster.

(Da ich kein Bild mit dem Smartphone gemacht habe und ich zu faul bin, das Laptop anzuwerfen, muß wieder mal das abphotographierte Display der Kamera herhalten.)

Sehr schön ist der alte Taufstein mit einer Löwenkampf-Szene.

Um die Kirche liegt der Friedhof, und hier kann man auf den Grabsteinen ablesen, daß man sich im hohen Norden befindet: Sörensen, Jörgensen, Petersen, Paulsen, Iwersen, Carstensen, Matthiesen, Knudsen, Hansen, Björnsen, Andresen (nicht: Andrööösen) (kennt das jemand?).

Es finden sich aber auch Namen wie Pikschus oder Motikat, die auf Ostpreußen hindeuten; speziell nach Schleswig-Holstein kamen ja nach dem Krieg sehr viele Heimatvertriebene aus den Ostgebieten.

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