Bouzonville

Bouzonville (deutsch: Busendorf) entstand um eine in der Revolution aufgelöste Benediktinerabtei Sainte-Croix, in der ein Partikel des Kreuzes Christi aufbewahrt wurde. Dieses vermutlich nur splittergroße Holzstückchen, das Kreuzritter aus dem Heiligen Land mitgebracht hatten, wurde 1792 im örtlichen Rathaus rituell verbrannt. Was vermutlich bei der eher geringen Größe nicht allzu lange gedauert haben dürfte. Die hübsche, etwas erhöht über dem Tal der Nied gelegene Klosterkirche Heilig-Kreuz überlebte hingegen die Revolution und, im Gegensatz zu einem nicht geringen Teil der Häuser in der Innenstadt, auch die Kämpfe des Zweiten Weltkrieges.

Und wie man sieht, redet man auch hier Platt, eine Variante des moselfränkischen Dialektes. Allerdings erkennt der Profi, daß es eine andere Variante des Platt ist, als sie weiter östlich in Saargemünd gesprochen wird (erkennbar am Verb “schwätzen” / “redde”).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*