Merseburg

Eiris sâzun idisi, sâzun hêra duoder.
Suma haft heftidun, suma heri lêzidun…

Wer möchte, kann sich an eine Übersetzung wagen und mittels der Merseburger Zaubersprüche seine Althochdeutsch-Kenntnisse aufpolieren. Es ist der Anfang des ersten Zauberspruches; mit seiner Hilfe lassen sich die Fesseln gefangener Krieger lösen. Sollte man sich also merken; man kann nie wissen, wann man das mal brauchen kann.

Die beiden Zaubersprüche hat man 1841 in der Merseburger Bibliothek des Domkapitels gefunden. Sie wurden im 10. Jahrhundert aufgeschrieben, sind aber deutlich älter.

Merseburg liegt heute mitten im Chemiebezirk zwischen Schkopau und Leuna, ist aber eine sehr alte Stadt, die schon im 10. Jahrhundert Bischofssitz war und als Kaiserpfalz auch zahlreiche Herrscher zu Besuch hatte. Später war die Stadt sächsische Residenz. Heute ist Merseburg ein hübsches, nicht allzu großes Städtchen.

Wahrzeichen der Stadt ist der Gebäudekomplex aus Renaissanceschloß und Dom. 

In einer Volière am Schloß leben zwei Raben, die an eine lokale Sage erinnern: Ein Diener war verdächtigt worden, einen goldenen Ring gestohlen zu haben. Als man den Ring schließlich in einem Rabennest wiederfand, hatte man den Diener bereits als Dieb verurteilt und geköpft…

Im Dom wiederholt sich das Spielchen aus Naumburg: Photos im Innenraum kosten extra. Daher wiederhole ich das Spielchen, für Innenaufnahmen aufs Internet zu verweisen.

Dom und Schloß sind aber auch von außen präsentabel.

Stiehlt nie goldene Ringe: Reisehase.

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