Köllerbach

Heimspiel für den Reisehasen. 

Na? Schön, oder? Da merkt man gar nicht, daß man sich mitten in einer Industrieregion befindet. Das ist die Martinskirche in Kölln (das doppel-L ist kein Schreibfehler!), einem der sechs Orte (neben Engelfangen, Sellerbach, Rittenhofen, Etzenhofen und Herchenbach), aus denen 1931 die Gemeinde Köllerbach gebildet wurde. 

Der Ort hat heute etwa 8.500 Einwohner und ist als Ringer-Hochburg bekannt: Der KSV wurde zwischen 1966 und 2009 sechsmal Deutscher Meister und erreichte auch in diesem Jahr den Vizemeistertitel.

Alle die genannten Orte liegen im Tal des, na klar, Köllerbachs zwischen Heusweiler und Püttlingen und waren ursprünglich winzige, aus nur wenigen Haushalten bestehende Bauerndörfer. Diese wandelten sich ab etwa 1850 zu Bergbauorten und wuchsen stark an (die Grube Viktoria im benachbarten Püttlingen gehörte zu den größten Bergwerken des Saarlandes). 
Eine Folge dieser Entstehungsgeschichte: Ein echtes Ortszentrum gibt es nicht; Köllerbach erstreckt sich entlang der Hauptstraßen, vor allem im Bachtal. So etwas wie eine zentrale Funktion nimmt der Burgplatz ein. Hier steht direkt am Köllerbach die Ruine der Burg Bucherbach, einer Talburg aus dem 13. Jahrhundert.

Hier bin ich als kleines Kind schon rumgehüpft. 😊 

Wenige Meter entfernt ist in einem typischen südwestdeutschen Bauernhaus das saarländische Uhrenmuseum untergebracht. In dem Haus befand sich eine Uhrmacher-Werkstatt, die komplett erhalten ist.

Die oben erwähnte Martinskirche steht ebenfalls nicht weit entfernt von der Burg. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und zählt somit zu den ältesten Dorfkirchen des Saarlandes. Und zu den schönsten.

Im Chor haben sich noch alte Wandmalereien erhalten.

Dahemm: Lapin Sarrois.

4 Kommentare zu „Köllerbach

    1. Also, die Welt war damals in Köllerbach definitiv nicht so orange. Ich meine, es waren zwar die 70er, und die waren ja sehr bunt im allgemeinen und sehr orange im speziellen, aber halt doch nicht so. 😁

    1. Oh, da mußte ich jetzt aber nochmal ganz genau nachschauen. Der Umbau des Hauses zum Museum wurde anno MCMLXXXIX begonnen. Das Haus ist sichtlich älter (nämlich von 1815)..

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