San Marino

Ein weiterer Länderpunkt für den Reisehasen: Die Republik San Marino.

Von Rimini aus kommt man per Bus in etwa 50 Minuten und für 5 Euro auf den Monte Titano. Hier liegt, auf 600m Höhe über der Adria, die Hauptstadt der ältesten Republik der Erde: Der Legende zufolge wurde San Marino bereits im Jahr 301 gegründet; als Republik besteht der Staat seit dem 13. Jh.

Das kleine Land ist gerade mal 61 qkm groß. Zum Vergleich: Das Saarland ist 40 mal größer – Eisberge der Größe San Marinos finden daher in der Presse nur selten Beachtung. Die 33.000 Einwohner leben im Hauptort und  acht Dörfern in der Ebene unterhalb des Berges. Wie es die kleine Republik geschafft hat, ihre Unabhängigkeit zu wahren, ist mir nicht klar. Vielleicht war sie schlicht zu klein, zu abgelegen, zu unbedeutend. Oder die Einwohner waren zu geschickt. Bei der Bildung des italienischen Königreiches im Jahr 1861 jedenfalls entzogen sie sich und blieben selbständig.

Stadt und Staat sind unbestreitbar sehr, sehr sehenswert, mit den Befestigungsanlagen auf dem Berggipfel, 

dem Blick über die Küstenebene bis zur Adria,

der Piazza della Libertà,

und dem Dom Basilica del Santo.

Besonders beeindruckend sind die drei Festungen, die hart an den Rand des nach Osten fast senkrecht abfallenden Felsens gebaut sind.

Den Schönheitswettbewerb mit anderen Zwergstaat-Hauptstädten wie Vaduz oder Andorra la Vella jedenfalls muß San Marino nicht fürchten, im Gegenteil: Den gewinnt das Städtchen um Längen.

Fußball gäbe es hier auch, sogar in einer eigenen nationalen Liga mit 15 Vereinen und dem charmanten Namen “Campionato Dilettanti”. Gespielt wird aber nur am Wochenende, und so muß ich irgendwann mal wiederkommen, um die SP La Fiorita Montegiardino zu besuchen.

Fühlt sich hier wohl: Der Reisehase.

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