Marais Poitevin

Et encore une inscription de ma liste des 150 lieux les plus beaux de la France… (J’ai essayé un certain temps de limiter la liste à 100 inscriptions, mais ce n’était pas durable – il y a simplement trop de lieux…).

Und noch ein Eintrag von meiner Liste der 150 schönsten Orte Frankreichs…

Das Marais Poitevin ist eine weitläufige Sumpflandschaft, die vor etwa zehntausend Jahren noch eine Meeresbucht war. Dann sank der Meeresspiegel, und durch die Flüsse Sèvre, Autize und Lay entstanden die feuchten, von zahllosen Wasserläufen durchzogenen Süßwasserlandschaften.

In seiner heutigen Form ist das Marais allerdings eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Zum Meer hin wurden Dämme errichtet, um den Rückfluß des Salzwassers zu verhindern. Teile (das “marais désseché”) wurden inzwischen trockengelegt; die eigentlichen Sümpfe (das “marais mouillé”), finden sich vor allem im Osten um Arçais und Coulon. Hier waren noch bis in die 50er Jahre viele Häuser und Gehöfte nur per Boot erreichbar.

Arçais hat einen alten Hafen, früher von Fischern und zum Warentransport in Gebrauch, heute hauptsächlich für touristische Zwecke genutzt.

Früher waren aber mehr Wasserlinsen! 

So sah das nämlich noch 2004 in Arçais aus: 

Ein grüner Teppich in einer grünen Umgebung: Der Beiname “Grünes Venedig” (Venise Verte) speziell für das Marais Mouillé war noch meht angebracht als heute, wo die Wasserlinsen fast vollständig verschwunden sind und das Wasser eher braungrün ist. Der Grund ist unklar, vollständig erklärbar ist der Effekt noch nicht. Eventuell ist der Rückgang sogar ein gutes Zeichen, weil nicht mehr so viele Düngemittelrückstände ins Wasser gelangen und die Linsen daher nicht genug Nährstoffe erhalten.

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