Und wieder eine Wanderung: Von Bad Ragaz geht es durch die Taminaschlucht zum Alten Bad Pfäfers und dann über Pfäfers und die Porta Romana zurück. Rahmendaten: Ca. 16 Kilometer (die App sagt 22,4 km, aber so viel war es nicht) in 3:07h, 515 Höhenmeter.
Maienfeld liegt in der Nordspitze Graubündens; es grenzt im Westen an den Kanton St. Gallen und im Norden an Liechtenstein. Da die Reiseroute nun in Richtung Nordwesten führt, ist es auf dieser Tour der letzte Haltepunkt im Kanton Graubünden.
Das ist natürlich ein ganz großer Name: Davos. Hauptort des Zehngerichtebundes und damit einer der wichtigsten Orte der Drei Bünde. Später dann nicht nur Luftkurort, sondern sogenannter “Weltkurort”, Pilgerziel für alle Schwindsüchtigen und bedeutender Wintersportort mit Natureisbahn und einem bekannten Eishockey-Club (HC Davos), der jährlich den Spengler Cup austrägt. Heute außerdem Kongreßort für unter anderem das berühmt-berüchtigte Weltwirtschaftsforum.
Zernez im Engadin bildet einen wichtigen Kreuzungspunkt im östlichen Graubünden: Hier zweigt vom Engadin das Tal des Spöl ab, das über den Ofenpaß ins Münstertal führt, von wo aus man dann in Richtung Umbrailpaß/Stilfser Joch und in Richtung Vinschgau kommt. Und etwa fünf Kilometer nördlich von Zernez, im Ortsteil Susch, beginnt der Flüelapaß nach Davos.
Vom Vinschgau (Italien) geht die Fahrt über Nauders und die Norbertshöhe (Österreich) nach Martina GR (Schweiz). Hier beginnt (in Fahrtrichtung betrachtet) das Engadin, und der Inn bildet kurz die Grenze zwischen der Schweiz und Österreich. Die Straße verläuft ab Martina GR durch das Engadin flußaufwärts, und nach etwa 20 Kilometern ist man in Scuol (Schuls) angekommen und sollte hier unbedingt einen Zwischenhalt einlegen. Denn:
Die Stilfser-Joch-Straße endet in Prad, und damit ist man schon mitten im Vinschgau angekommen, dem westlichen Teil Südtirols. Der italienische Name ist Val Venosta. Aus der strengen Hochgebirgsregion am Stilfser Joch kommt man in die fruchtbare und warme Ebene des oberen Etsch-Tales.
2757 Meter über dem Meer – so hoch kommt man mit dem Auto in den Alpen nur an wenigen Stellen, jedenfalls auf asphaltierten Straßen. Noch höher hinauf geht’s nur am Col de l’Iséran, der mit 2770m knapp die Nase vorn hat. Die Cime de la Bonette (2802m), die ich auch schon gefahren bin, ist zwar nochmals höher, aber gemogelt, weil es eine Ringstraße ist, die von der eigentlichen Paßhöhe (2715m) abzweigt, aber für die Überquerung des Passes unnötig ist. Alles andere in diesen Höhen sind irgendwelche Schotterpisten, die ich meiner Octavia nicht zumuten würde.
Bormio ist zwar eine Sportstadt, aber keine echte Wanderregion. Es gibt ein paar Wanderwege, aber mit Markierungen und Wegweisern ist man hier sehr sparsam. Bormio spezialisiert sich offenkundig eher auf Wintersport und im Sommer aufs Radfahren und Mountainbiking.
Bormio liegt im nördlichen Veltlin und ist heute insbesondere als Wintersport-Ort bekannt; hier fanden bereits zweimal die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften statt (1985 und 2005); die Abfahrtsläufe der Männer auf der Pista Stelvio zählen zum festen Kalender im Ski-Weltcup, und demnächst sollen hier auch Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele 2026 stattfinden, für die ja Mailand den Zuschlag erhalten hat.