Deutschlandsberg

Des Reisehasen Residenz für fünf Tage: Burg und Hotel Deutschlandsberg (betont übrigens auf der zweiten Silbe, denn es gibt – im heutigen Slowenien – auch noch ein Windisch-Landsberg, das heute Podčetrtek heißt).

Die Burg Landsberg entstand im 12. Jahrhundert, gehörte zunächst zum Einflußbereich der Salzburger Erzbischöfe und war lange Zeit deren Zentrum in der Weststeiermark. 1820 kam sie in den Besitz des Fürstentums Liechtenstein und 1932 schließlich zur Stadt Deutschlandsberg. 

Schöne Aussichten zudem von hier oben.

Und eine exzellente Küche. Beispielbild:

Ben, pas de chocolat, c’est vrai, mais quand même… On ne pouvrait pas dire “non”, eh? ?

Monsieur le Lapin se sent parfaitement à l’aise comme seigneur de château. ?

Heute allerdings geht’s weiter: Nach Feldbach an der Raab.

Südsteirische Weinstraße

Ganz im Süden der Steiermark, westlich des Murtals, liegt die südsteirische Weinstraße eine von offiziell acht Weinstraßen der Steiermark. Das hügelige Land rund um Leutschach und Gamlitz bietet viele Aussichtspunkte.

Aus der Region (im weiteren Sinne jedenfalls, nämlich aus Hitzendorf westlich von Graz) stammt übrigens auch Dr. Fritz Zweigelt, der in den 20er Jahren die Rebsorten St. Laurent und Blaufränkisch kreuzte und somit die heute verbreitetste Rotweinsorte Österreichs schuf.

Auf dem Eorykogel steht die “größte Weintraube der Erde” (laut Guinness-Buch), ein fünf Meter hohes Kunstwerk aus Glas und Stahl:

Charakteristisch für die Gegend ist der (regional auch die) Klapotetz, ein großes hölzernes Gestell, das mit seinem Geklapper die Vögel von den Weintrauben fernhalten soll. Dazu wird per Windkraft (ja, es gibt auch Windräder, die die Landschaft NICHT zerstören!) eine Welle mit Klöppeln angetrieben. Traditionell werden die Klappern aber erst im Spätsommer angeworfen; derzeit stehen sie nur dekorativ rum.

Zum Abschluß der heutigen Tour gibt’s wieder mal ein richtig gutes Abendessen, im Gasthof Hasewend in Eibiswald. Von Gault Millau und Slow Food empfohlen, gibt aber natürlich vor allem der Name den Ausschlag. ?

Eine gute Wahl. Saiblingsfilet für den Reisehasen. ??

Sausal

Das Sausal ist eine hügelige Landschaft zwischen dem Murtal und der Koralpe, ohne größere Orte, aber mit fruchtbaren Böden, die sich hervorragend eignen für den Anbau von Wein, Obst, Kürbissen etc.

Einen guten Überblick hat man vom Aussichtsturmauf dem Demmerkogel:

Nett ist auch Gleinstätten, mit einem Ensemble aus Renaissanceschloß und Pfarrkirche sowie dem hutförmigen Haus der Musik:

Im Park von Gleinstätten stehen verschiedene Skulpturen.

Da darf dann auch der Photograph mal aufs Bild, allerdings eher kubistisch als naturalistisch.

Etwas unentschieden wirkt der Ortsname von Großklein: Ja watt denn nu?

Und der Nachbarort von Großklein heißt wie? Genau.

Koralpe

Wanderwetter. Wandertag!

Die Koralpe ist ein Gebirgszug zwischen dem Lavanttal in Kärnten und dem Murtal in der Steiermark. Die Grenze verläuft über den Höhenrücken, der am Großen Speikkogel mit 2140m seine größte Höhe erreicht.

Die Wanderstrecke: Bärental – Loskogel (1790m) – Seespitz (2066m) – Großes Kar – Grillitschhütte. 16,83km in 3:56h. Ca. 800hm.

Loskogel:

Steinmandl:

Blick in Richtung Westen (Lavanttal):

Auf dem Höhenrücken:

Blick vom Seespitz:

Seespitz-Gipfel:

Großer Speikkogel:

Grillitschhütte:

Eibiswald – Lavamünd

Von Eibiswald kann man per Bundesstraße parallel zur österreichisch-slowenischen Grenze durch die südliche Koralpe fahren. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt, es gibt wenige Dörfer, dafür viel Wald, und auf der Bundesstraße bin ich fast allein. Wer will da auch schon hin; der einzige nennenswerte Ort auf 40 Kilometern Strecke ist Soboth. Und dort leben 300 Menschen.

Die Straßenverbindung erhielt Soboth übrigens erst 1937.

Ungefähr an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten liegt der Stausee Soboth. Wie man sieht, ist das Wetter heute nicht ganz so prächtig wie die letzten Tage.

Mit der Stille ist es dann aber in Lavamünd schlagartig vorbei. Der eigentlich recht hübsch an der Drau gelegene Ort ist arg vom Schwerlastverkehr geplagt, der sich durch die Hauptstraße wälzt. Lavamünd ist ein Kreuzungspunkt: Von hier führen Straßen nach Wolfsberg, Klagenfurt, Bleiburg, Graz und ins slowenische Dravograd.

Hödlmoser auf dem Fußballplatz

“(…) 

schon in der nächsten szene wird der aktive roskam von einem fürchterlichen fußtritt getroffen, so daß seine spielfähigkeit stark gemindert wird. 

roskam liegt unproduktiv am boden. 

eine einbuße muß befürchtet werden. 

nach dem fohnsdorfer publikumsprotest, der sich bis in das spielfeld hinein erstreckt, wird der fußtreter ausgeschlossen. 

am rand des spielfelds wird er von funktionären zusammengeschlagen. 

(…)” 

(Gruber, Aus dem Leben Hödlmosers, Kap. Die steirische Fußballgeschichte / Regieanweisung zu Hödlmosers Traum)

  

Du foot aussi, bien sûr. 

Am 1. Mai, beim Nachtragsspiel in Eisenerz, zwei Täler nördlich von Fohnsdorf, bleibt alles friedlich, so daß man neben dem 6:0 des heimischen WSV auch die schöne Aussicht genießen kann.

Thal bei Graz

Der kleine Ort Thal liegt etwas westlich von Graz im Grazer Bergland und besteht hauptsächlich aus einigen verstreut liegenden Siedlungen und Höfen. Einige Sehenswürdigkeiten hat Thal dennoch zu bieten: Die Pfarrkirche St. Jakob ist ein Werk von Prof. Ernst Fuchs (vgl. Bärnbach, Mosesbrunnen), der – wie Hundertwasser in Bärnbach – einen bestehenden Bau, die kleine Friedhofskirche, umgestaltete.

Fuchs entwarf auch den Erweiterungsbau für die Kirche, dessen Innenraum durchaus farbenfroh geworden ist:

Unbedingt sehenswert!

Und es gibt in Thal das Geburtshaus des berühmten Sohnes des Ortes. Als Bronzestatue steht er im Vorgarten des zum Museum umgewidmeten Hauses: Arnold Schwarzenegger.

Edelschrott

…hat ein wenig Pech mit seinem Ortsnamen (en français: on pourrait traduire le nom du village plus ou moins avec “ferraille noble”). 

Es ist aber ein hübscher kleiner Ort mit schöner Kirche im Zentrum, schön gelegen im Weststeirischen Bergland.

Wenigstens kann man den Namen nutzen, um am Ortseingang die Gäste mit einem Reim zu begrüßen.

Graz

Die Steirische Hauptstadt und die zweitgrößte Stadt Österreichs. Das merkt man sofort am Verkehr, der hier herrscht. Ich vermute ja, die suchen alle einen Parkplatz, der nicht 3-4 Euro kostet… in Zentrumsnähe. Fährt man weit nach draußen, zahlt man nur noch 1,20€ die Stunde, um dann am Rand einer Industriebrache zu parken. 

Nun ja. Das Zentrum jedenfalls, wenn man’s denn mal erreicht hat, ist wirklich hübsch. Zum Beispiel am Hauptplatz:

Von dort führt eine Treppenanlage hinauf zum Uhrturm auf dem Schloßberg:

Von oben hat man natürlich einen schönen Blick auf die Innenstadt:

Links im Bild ist übrigens (ganz in Schwarz) das neue Kunsthaus zu sehen, aus Anlaß des Kulturhauptstadtjahres 2003 errichtet.

Die Mur-Insel ist eine schwimmende Brücke, die ebenfalls 2003 installiert wurde (und anschließend wieder entfernt werden sollte, dann aber doch erhalten blieb).

Bärnbach

Die Kirche St. Barbara in Bärnbach stammt unverkennbar von Friedensreich Hundertwasser, der 1987 die zuvor recht schlichte Dorfkirche im eigenen Stil umgestaltete.

Mit der 1992 von Robert Zeppl-Sperl gestalteten Hauptschule und dem Mosesbrunnen von Ernst Fuchs besitzt der Ort gleich noch zwei weitere von zeitgenössischen Künstlern geschaffene Wahrzeichen.