1949 dreht Jacques Tati mit Jour de fête (auf deutsch: Tatis Schützenfest) ein Meisterwerk der Filmgeschichte. In Saint-Sévère-sur-Indre, wo der Film gedreht wurde, hat man der Hauptperson, dem Postboten François, ein Denkmal gesetzt. Bzw. gleich mehrere.
Autor: Lapin Voyageur
Es lächelt der See…
Zisterzienser
Ein wichtiger Teil meiner Frankreich-Touren ist ja immer die Bestandsaufnahme der jeweiligen Zisterzienserklöster. So sieht das dann aus, wenn ich fündig geworden bin: Im Bild 1 das Zisterzienserkloster Aubignac im Département Creuse.
Also, das was davon heute noch übrig ist: Nichts. Kann passieren; es ist ja nur selten die komplette Anlage erhalten wie in Fontenay. Ich bin mir aber zumindest sicher, hier in Aubignac den ehemaligen Standort erwischt zu haben, und zumindest einen Steinhaufen gibt’s in der Bildmitte ja auch. Den darf man sich gerne als Klosterrest vorstellen.
Bild 2 zeigt Varennes: Da hat sich noch etwas mehr erhalten.
Morgen gibt’s dann mit Noirlac auch noch ein richtiges, d.h. komplettes Kloster zu besichtigen.
Creuse
Die Grenzregion zwischen den Regionen Limousin und Centre, in der sich auch das Tal der Creuse befindet, ist nicht gerade die touristisch bedeutendste Frankreichs. Im Gegenteil. Selbst im eigentlich sehr ausführlichen Michelin-Reiseführer taucht die Gegend kaum auf. Neben Gargilesse bot die heutige Tour aber trotzdem einiges an Sehenswertem: Schösser zum Beispiel, aber auch nette Städtchen wie Argenton-sur-Creuse (Bild 2).
Gargilesse
Eine echte Entdeckung war das kleine Dorf Gargilesse, an einen Berghang der nördlichen Ausläufer des Zentralmassivs geklebt. Da muß ich wohl meine persönliche Liste der schönsten Plätze in Frankreich um einen Ort erweitern. Sehr schön auch die Kirche mit einer schönen Krypta mit schönen Fresken. Gesamturteil demnach: Schön. 😉
Vor allem den Christus als Weltenrichter, mit dem Messer zwischen den Zähnen, fand ich beeindruckend.
Abendstimmung in Limoges
Limousin: Dörfer und Landschaften
Die Gegend östlich von Limoges ist recht bergig und wie der ganze Rest des Limousin ziemlich dünn besiedelt. Aber es gibt viele schöne kleine Dörfer (auch wenn die alle nicht zu den plus beaux villages zählen) und sehr viele Möglichkeiten zum Wandern.
Bilder: Eymoutiers, Lac de Vassivière, Laurière, Puy du Gaud.
Allez les Bleus
Oradour-sur-Glane
Die Umgebung von Limoges kann nicht unbedingt mit überragenden Sehenswürdigkeiten aufwarten. Die Kirchen von St-Junien, Le Dorat und Châteauponsac sind durchaus beeindruckend, aber ansonsten leidet die Gegend deutlich sichtbar unter der Landflucht. In den Dörfern stehen viele Häuser leer. Gebaut wird aber auch: Quadratmeterpreis für erschlossenes Bauland: 6 Euro.
Zum Pflichtprogramm im Limousin zählt aber Oradour-sur-Glane. Das Dorf wurde 1944 von einer deutschen SS-Einheit zerstört, und fast alle Bewohner (über 600) in einer Nacht umgebracht. Die Ruinen des Dorfes wurden konserviert und können besichtigt werden. Richtig harte Kost ist das zugehörige Museum. Das ist teilweise nur schwer erträglich, z.B. die Bilder der Grundschulklassen von Oradour von 1942…
Sollte man aber trotzdem unbedingt gesehen haben.
Limoges
Limoges ist mit seinen etwa 140.000 Einwohnern die größte Stadt auf der diesjährigen Route. Die schönste ist sie nicht; sie landet irgendwo zwischen „geht so“ und „nett“. Schöne Ecken gibt’s natürlich auch, einige Fachwerkhäuser in der Altstadt und ein bißchen Jugendstil (Bild 1) sowie vor allem die Gare des Bénedictins, das schöne Bahnhofsgebäude. (Bild 4, weil dieser Satz nachträglich dazugekommen ist und ich in der Mobilversion die Bildreihenfolge nicht definieren kann.)
Bezüglich der Kommentare kann ich übrigens nix machen; ich finde da keine Einstellungen. Ich kann aber über eine Liste auswählen, als was ich kommentieren möchte ob als C oder Hase Cäsar oder mit meinem Google-Account. Habt ihr das nicht? Naja. Liest denn überhaupt noch jemand mit? Ach, egal. Weiter im Text.
Limoges. Die gotische Kathedrale ist von innen schöner als von außen; da stört vor allem der arg schmächtige Turm (Bild 2).
Bekannt ist die Stadt vor allem für die Porzellanmanufaktur. Dementsprechend gibt’s hier auch das Nationale Porzellanmuseum und zahlreiche Läden in der Innenstadt. Bild 3.