Culinaria

Kulinarisch hat das Limousin einiges zu bieten. Frankreich halt… Ein bißchen davon ist schon in meinem Kofferraum gelandet. 😉
Es gibt viele Obstbäume und daher, wie schon geschrieben auch viel Saft, aber auch Marmelade, Liköre, Sirup etc.
Sehr verbreitet sind hier die Myrtilles (Heidelbeeren) – und die Walnüsse, aus denen neben Öl und einem hervorragenden Likör auch Quinquinoix hergestellt wird, ein Aperitif aus Wein und Walnüssen. Aus dem Cantal stammt der Salers, ein Enzianlikör. Ziemlich herb, muß man mögen. Degustation ist demnächst möglich. 🙂
Den violetten Senf gibt’s nur in Brive und Umgebung. Wunderbar geeignet für Senfsaucen zu Fisch oder Ente.

Der Kuchen der Region: Der Gateau Creusois ist ein Nußkuchen mit genau fünf Zutaten: Butter, Eiweiß, Zucker, Weizenmehl und, genau, Nüsse.

Im Zentralmassiv

Gleich drei Berge standen heute auf dem Programm: Puy d’Yssandon, Mont d’Ayen und Suc au May. Keiner davon ist extrem hoch; der Suc au May kommt auf 908m, die beiden anderen nur auf knapp 400m), aber die Aussicht ist jedes Mal phantastisch.
Bei 32 Grad Außentemperatur reichen aber auch diese Höhen schon…
Ok, auf den Mont d’Ayen war jetzt nicht so die Herausforderung, weil man zugegebenermaßen mit dem Auto bis ganz nach oben fahren kann.

Les Plus beaux villages

Es gibt in Frankreich so eine Art Verein, eine Gemeinschaft von Dörfern, die sich als „schönste Dörfer Frankreichs“ bezeichnen. Um in diesen Kreis aufgenommen zu werden, muß man bestimmte Kriterien erfüllen, z. B. weniger als 1000 Einwohner haben, einen weitgehend autofreien Ortskern, Straßen möglichst gepflastert, nich asphaltiert etc. Als Dorf kann man sich bewerben, und wer aufgenommen wird, darf sich ein Schild an den Ortseingang stellen. Beispiel: Saint-Robert (Bild 1).

Gegründet wurde die Vereinigung hier im Limousin in Collonges-la-Rouge, das, wenig überraschend, alle Kriterien bestens erfüllt. Wie etwa 150 andere Dörfer auch. Einen Großteil davon hat der Reisehase schon gesehen. Sie ähneln sich in der Tat: Autofreier Ortskern, gepflasterte Straßen…

Wer nicht mitmachen darf, aber auch ein Schild möchte, für den gibt’s andere Labels. Zum Beispiel ist Uzerche (Bild 2) mit 2800 Einwohnern schlicht zu groß. Aber auch sehr hübsch. Und gehört daher zu den „Plus Beaux Détours de France“. Das ist die Parallelveranstaltung für Kleinstädte.

Egal ob Plus Beaux Villages oder Plus Beaux Détours: Ein Besuch lohnt sich in der Regel. Auch im Limousin.

Dordogne

Heute: Tour durch das Tal der Dordogne. Die kann sich durchaus mit Ardèche, Tarn oder Allier vergleichen lassen.
Tulle wirkt auch deshalb wie eine Großstadt, weil der Rest der Gegend so gut wie nicht besiedelt ist. So bleibt viel Platz für viel Landschaft.
Da der Fluß hier zwischen Cantal und Perigord durch mehrere Staumauern gestaut ist, wirkt er eher wie ein langgestreckter See.
Und überall kann man wandern, hat schöne Ausblicke… Herrlich. ❤

Menu des Gorges de la Dordogne

Zu einer perfekten Tagestour gehört ein perfektes Abendessen. 🙂 Das sieht folgendermaßen aus: Sitze auf der Schloßterrasse bei auch am Abend noch angenehmen Temperaturen, schaue den Hasen zu, die hier am Waldrand rumhüpfen (unscharfes Beweisbild anbei) und wähle:
– Weinbergschnecken-Tomaten-Tarte.
– Entrecôte vom Salers-Rind.

– Tarte aux Fromboises

Dazu Wein: Sancerre.

🙂

Tulle

Tulle im Département Corrèze hat gerade einmal 14.000 Einwohner, imitiert aber im Straßenverkehr eine echte Großstadt. Der erfahrene Reisehase weiß das noch von der 2003er Tour. Also direkt ins erste Parkhaus. Das stammt aus den 60er Jahren, als die Autos noch vom Format Renault 4 waren. Für den sind jedenfalls die Parklücken dimensioniert.

Die Auffahrten sind enger.

Aufgabe: Mit dem Volvo ohne Wandberührung oder Steckenbleiben hoch in den 5. Stock. Großer Spaß. Hat sogar geklappt.

Tulle ist kein Highlight, hat aber auch ein paar nette Ecken und einen sehr schönen Kreuzgang (Kathedrale, nicht Zisterzienser).