Am Aveyron, der sich ein tief eingeschnittenes Tal mit vielen Schleifen in die westlichen Ausläufer des Zentralmassivs und in die Landschaft der Rouergue gegraben hat, liegen nicht viele Dörfer, aber zwei sehr hübsche Festungsorte: Puycelsi und Bruniquel. Hier der Blick auf Puycelsi, für das man auch die Schreibweise Puycelci finden kann.

Die Lage ist total schön. Aber Vorsicht: Die Parkplätze liegen alle unten im Tal, und wenn man am einem Tag mehrere dieser Orte besuchen möchte, hat man ein paar durchaus spürbare Aufstiege zu bewältigen. In Puycelsi erreicht man recht schnell die Befestigungen des Ortes, der nicht über dem Aveyron-Tal thront, sondern über dem Tal des Nebenflusses Vère.

Von den Mauern hat man in alle Richtungen eine gute Sicht in die Landschaft der Umgebung.

Der Kirchturm ist komplett von Schwalben erobert; es sind einige hundert. Ich bin ja froh, daß es Schwalben sind und keine Tauben. Das fände ich dann nicht interessant, sondern eklig. Wer möchte, kann sich angesichts der Massen an Vögeln wie bei Hitchcock fühlen. Ein Alternativtitel wäre, auch für ein Chanson geeignet: „Les hirondelles de Puycelsi“. Den Titel stelle ich hiermit zur freien Verfügung.

Und Monsieur möge mir verzeihen, daß ich ihn ungefragt als Photo-Motiv mißbraucht habe.

Nur etwa zehn Kilometer weiter liegt mit Bruniquel eine ganz ähnliche Stadt ganz ähnlich wie Puycelsi auf einem Felsplateau:

Auch hier gibt es eine kleine Altstadt mit engen Gassen.

Am höchsten Punkt des Felsplateaus, mit gutem Blick hinunter ins Flußtal des Aveyron, steht das mächtige Château.
