Von der Alsenz geht die Tour ins Nachbar-Flußtal, an den Glan. Der Glan. Die Glan gibt es auch. Dafür muß man allerdings bis nach Kärnten fahren, in die Ossiacher Tauern und nach Klagenfurt. Der Glan. ist etwas länger als die Kärntner Schwester (90 zu 64 km), hat seine Quelle im saarländischen Höchen (bei Bexbach) und mündet bei Odernheim in die Nahe. Das Flußtal liefert heute die erhofften herbstlichen Photo-Motive.

Das Bild oben ist bei genauerer Betrachtung etwas unscharf, aber das paßt schon, finde ich. Könnte auch fast ein Bild von Bob Ross sein. Der mit dem Afro aus „The Joy of Painting“; die Älteren werden sich erinnern.


Hier noch ein Blick auf das Mündungsgebiet des Glan, aufgenommen vom Hindenburgblick an der Landstraße von Odernheim nach Duchroth. Die eigentliche Mündung ist nicht im Bild zu sehen (sie ist knapp links außerhalb des Bildes); in der Bildmitte fließt die Nahe zwischen den Baumreihen. Den bewaldeten Berg links dahinter merken wir uns mal; den schauen wir uns jetzt nämlich etwas genauer an.

Auf dem Disibodenberg lag im Mittelalter ein Kloster, in dem im 12. Jahrhundert die Heilige Hildegard von Bingen lebte. Später war es zeitweise ein Zisterzienserkloster. Heute liegen auf dem Berg nur noch die Ruinen des Klosters, die man besichtigen kann. Allerdings braucht man dafür, zumindest während der Woche, wenn das zugehörige Museum nicht geöffnet ist, exakt fünf Euro in Münzen, denn die verlangt das Drehkreuz am Eingang zum Gelände. Bißchen schade, daß sich das nicht anders regeln läßt, denn wenn man die fünf Euro nicht passend hat, bleibt man leider draußen. So bleibt heute nur der Blick von unten auf den Disibodenberg:

Naja, für meine Zisterzienser-Seite genügt das erstmal. Ist ja auch nicht so als wäre ich zum ersten Mal hier. Unterhalb des Berges verläuft übrigens die Bahnstrecke der Glantalbahn (Homburg/Saar – Bad Münster am Stein), die schon lange größtenteils stillgelegt ist und zwischen Staudernheim und Meisenheim heute per Fahrraddraisine befahren werden kann.

Und vom Parkplatz am Museum hat man auch wieder eine schöne Sicht auf das Nahetal in Herbstfarben.


Kurzer Besuch im nahegelegenen Odernheim am Glan, das direkt unterhalb des Disibodenbergs liegt. Die alte Bannmühle spiegelt sich schön im Wasser des Glan, der hier nur noch knapp drei Kilometer und zwei Flußschleifen bis zur Mündung vor sich hat.

Etwas weiter flußaufwärts liegt mit Meisenheim ein weiterer Ort am Fluß; die Startbilder oben sind hier aufgenommen.

Meisenheim hat nur knapp 3.000 Einwohner, aber Stadtrechte seit dem Mittelalter und eine sehr schöne historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, der großen Schloßkirche und einem Rest der Stadtmauer:


