Präfektur (Hauptort) des Départements Tarn-et-Garonne ist Montauban, mit etwa 60.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt der Region. Als Nummer zwei und drei im Département folgen Castelsarrasin und Moissac (14.000 bzw. 13.000 Einwohner).

Montauban liegt am rechten Ufer des Tarn, der hier vom Pont Vieux überbrückt wird, die ihrerseits die westlich gelegenen Vorstädte ans Zentrum anbindet.

Wie überall in der Gegend dominiert der rote Backstein, der so herrlich in der Sonne leuchten kann…

…und der sowohl für repräsentative öffentliche Gebäude genutzt wird…

…als auch für „normale“ Stadthäuser, in denen heute kleinere Geschäfte zu finden sind.

Zentrum der Innenstadt ist die wunderschöne Place Nationale, die ursprünglich Place Royale hieß, wie man an einer der Ecken des Platzes noch lesen kann. Der Platz war von Beginn an der Mittelpunkt der im 12. Jahrhundert gegründeten Planstadt mit ihrem geometrischen Grundriß. Seine heutige Gestalt, was die Bebauung angeht, erhielt der Platz im 17. Jahrhundert. Auf allen Seiten gibt es Arkadengänge in Doppelreihe. Der Wasserspiegel in der Mitte, der entweder Fontänen und Wasserspiele bietet oder einen Nebel aus Wasser produziert, der bei Kindern besonders viel Anklang findet, wurde aber erst vor ein paar Jahren installiert.


Ein markantes Gebäude am Flußufer, der ehemalige Bischofspalast, beherbergt heute das Musée Ingres, das an den berühmtesten Sohn von Montauban erinnert: Jean Auguste Dominique Ingres, dem ein ganzes Stockwerk des Museums gewidmet ist. Seine bekanntesten Werke, das „Türkische Bad“, die „Badende von Valpinçon“ und die „Große Odaliske“, hängen aber natürlich im Louvre.

Ich lasse das Museum heute aus, obwohl es wegen der Journées du Patrimoine sogar kostenlos zu besichtigen wäre. Aber das Tagesprogramm ist umfangreich, und ich habe das Museum vor Jahren schon besichtigt.