Servette Genf

Das neue, moderne Stade de Genève liegt in Carouge, einer Vorstadt, nicht gerade idyllisch zwischen Schnellstraßen und Gewerbebauten. Aber auf der Nordtribüne wird’s dann doch recht hübsch, denn von hier blickt man auf die umliegende Bergwelt, in diesem Fall den Gebirgszug des Mont Salève.

Und dieser Verein ist hier zuhause: Servette Genf.

Ok, das Wappen ist nun nicht sehr spektakulär, aber es zeigt, daß man hier einen sehr alten Verein antrifft (der älteste existierend deutsche Fußballverein, Germania Berlin, ist nur zwei Jahre älter) – und die Farbe ist außergewöhnlich: Grénat auf Französisch, also etwa granatrot.

Insgesamt 17 Mal war Servette Schweizer Meister; der letzte Titel liegt allerdings schon 20 Jahre zurück; zuletzt ging es gar hinunter in die 2. Liga. 2019 gelang aber der Wiederaufstieg. Heute treffen die Granatroten auf den FC Zürich.

Servette braucht gerade einmal 44 Sekunden, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Damit sind die Spieler deutluch schneller als der Videoassistent, der anschließend zwei Minuten braucht, um das Tor wieder abzuerkennen. Die Gründe bleiben rätselhaft. Diese Videoentscheidungen funktionieren also auch in der Schweiz nicht; das ganze System ist ein ganz großer Mist.

Zürich gelingt dann kurz vor der Pause das 1:0, das auch geprüft (vielleicht wegen abseits, aber man weiß es nicht), aber schließlich gegeben wird. Dann dürfen die Züricher Anhänger auch endlich freuen, was sie branchenüblich mittels Pyrotechnik machen.

Es bleibt schließlich bei diesem 0:1. Zuschauer: 7.036. Bei gut 30.000 Plätzen im Stade de Genève sind da also bei genauerem Hinsehen noch einige Lücken auszumachen.

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