Die Stadt, die dem Glatzer Kessel und der Glatzer Neiße den Namen gegeben hat, liegt am Fuß des Warthagebirges (dem nordöstlichen Randgebirge des Kessels).

Die Stadt, die dem Glatzer Kessel und der Glatzer Neiße den Namen gegeben hat, liegt am Fuß des Warthagebirges (dem nordöstlichen Randgebirge des Kessels).

In Patschkau ist man nicht mehr in Niederschlesien, sondern historisch schon in Oberschlesien und heute in der Woiwodschaft Opole, also der östlich angrenzenden Nachbarregion Niederschlesiens.

Die Ostseite des Glatzer Kessels bildet das Reichensteiner Gebirge, das ebenfalls ein Grenzgebirge zu Tschechien ist.

Im südlichen Schlesien liegt der Glatzer Kessel, eine Hochebene, die auf fast allen Seiten von Gebirgszügen umgeben ist. Es ist diese markante Ausbuchtung in der polnisch-tschechischen Grenze. Die Tagesetappe führt gegen den Uhrzeigersinn quasi einmal um den Kessel herum. Sie startet im Westen, wo das Heuscheuergebirge und das Habelschwerdter Gebirge liegen.

Mit Mary Shelleys Roman hat Frankenstein nichts zu tun, und heute heißt die Stadt ja ohnehin Ząbkowice Śląskie. Aber dennoch gibt es jedes Jahr ein Frankenstein-Wochenende mit Veranstaltungen und Filmvorführungen (natürlich aus dem Genre Horror).

In der Ebene östlich des Eulengebirges liegt die Kleinstadt Münsterberg (Ziębice), die im Mittelalter Sitz eines eigenen Herzogtums war, wie so viele schlesische Städte. Heute reicht’s nicht mal für den Status einer Kreisstadt; den hat das in der Nähe gelegene Frankenstein (Ząbkowice Śląskie). Vielleicht deshalb ist Münsterberg trotz einiger sehenswerter Bauten nicht ganz so herausgeputzt wie die meisten anderen Städte der bisherigen Reise. Im Reiseführer steht wohlwollend etwas von “Patina angesetzt”, und so kann man das natürlich auch nennen. Richtig häßlich ist Münsterberg natürlich auch nicht; es gibt halt bloß noch etwas mehr zu restaurieren als anderswo. Aber das kommt bestimmt noch, und auf dem Ring ist Münsterberg auch jetzt schon sehr ansehnlich:

Der größte Ort im Bereich des Eulengebirges ist Reichenbach (Dzierżoniów), heute eine Stadt von etwa 30.000 Einwohnern, die mit den im letzten Beitrag gezeigten Weberdörfern Peterswaldau und Langenbielau zusammengewachsen ist und mit diesen eine fast durchgängige Siedlung von der Form eines größeren Hufeisens bildet. Das Zentrum von Reichenbach ist, ihr ahnt es, der Ring. Hier mit einem historistischen Rathaus, das 1873-75 um den alten viereckigen Uhrturm herum errichtet wurde.

Gerhart Hauptmann sind wir in seinem Geburtsort Bad Salzbrunn schon begegnet, und mit dem bedeutendsten schlesischen Dichter können wir hier am Eulengebirge gleich weitermachen: Sein Drama “Die Weber” sollte – mindestens als Schullektüre – eigentlich bekannt sein. Hauptmann hat darin den Weberaufstand von 1844 verarbeitet.

In dem kleinen Dorf Kreisau südöstlich von Schweidnitz besaß die Familie von Moltke ein Hofgut. Daß der Name Kreisau bis heute bekannt ist, liegt vor allem am letzten Schloßherren: Helmut James Graf von Moltke.

Die Schweidnitzer Friedenskirche wurde zusammen mit der Friedenskirche in Jauer 2001 auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Die Geschichte der drei schlesischen Friedenskirchen (die dritte stand in Glogau, brannte aber schon im 18. Jahrhundert nieder) hatte ich im Beitrag zu Jauer schon skizziert.
