Die Wettervorhersage für den letzten Oktobersamstag klingt gut: Prognostizierte neun Sonnenstunden – das muß man ausnutzen! Also macht der Reisehase eine Tagestour an die Mosel.

Die Wettervorhersage für den letzten Oktobersamstag klingt gut: Prognostizierte neun Sonnenstunden – das muß man ausnutzen! Also macht der Reisehase eine Tagestour an die Mosel.

Im Reisehasen-Lieblingsland Frankreich hat die Albumreihe schon einmal Station gemacht: Band 29 behandelte das Elsaß. Nun geht die Reise etwas weiter ins Landesinnere. Da das Burgund nicht nur flächenmäßig sehr groß ist (31.582qkm), sondern auch zu den schönsten und interessantesten Regionen Frankreichs (bzw. Europas) zählt, ist dieser Band etwas länger geworden. Unter 200 Seiten war dieser bedeutenden Kulturlandschaft im Albumformat einfach nicht beizukommen.

Album Nummer 35 behandelt den Niederrhein, eine eher sperrige Region, die vor allem aus touristischer Sicht auf den ersten Blick wenig anziehend wirkt: Eine flache Ebene ohne nennenswerte Erhebungen und lediglich einigen flachen Hügelrücken, die aus der letzten Eiszeit übriggeblieben sind.

Nach dem Sonderband Nr. 33 geht die Albumreihe nun wieder ihren geregelten Gang. Die nächste Station auf der Reise ist Österreich: Das Burgenland ist ein eigenartig geformter, 160 Kilometer langer, aber nur etwa 20 bis 30 Kilometer breiter Landstreifen entlang der Ostgrenze Österreichs, entstanden in den Wirren beim Zerfall der k.u.k. Monarchie nach dem Ersten Weltkrieg.

Album Nummer 33 ist ein besonderer Band innerhalb der Albumreihe, weil er keine bestimmte Region behandelt, sondern 18 verschiedene europäische Städte.

Sorau ist, wie schon erwähnt, eigentlich eine Art “Fremdkörper” dieser Tour, die ja offiziell unter dem Namen “Schlesien” steht, denn die Stadt ist weder heute in der Woiwodschaft Niederschlesien noch war sie es in preußischer Zeit.

Sagan (Żagań) und Sorau (Żary) sind zwei Städte, die nur etwa 15 Kilometer voneinander entfernt liegen, etwa gleich groß sind und deren Namen in beiden Sprachen jeweils mit dem gleichen Buchstaben anfangen. Kein Wunder, wenn ich die bei der Reiseplanung immer verwechselt habe. Ich hab dann beschlossen, sie zur Vermeidung von Verwechslungen in alphabetischer Reihenfolge aufzusuchen. 😉

Freystadt bzw. Kożuchów ist dem Reiseführer, den ich mithabe, keine Erwähnung wert. Dabei ist die Stadt ganz hübsch und hat vor allem noch einen Großteil ihrer Stadtbefestigungen, mit Mauern, Tortürmen und Basteien.

In Grünberg ist Weinfest. Nun gilt Polen gemeinhin nicht als führende Weinnation, aber die Stadt hat im Weinbau eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Natürlich hatten die Zisterzienser hier die Finger im Spiel; im Kloster Paradies nicht allzu weit von Grünberg entfernt bauten sie schon im 13. Jahrhundert Wein an. Später besaß die Stadt den nördlichsten Weinberg des Deutschen Reiches, heute liegt hier das nördlichste geschlossene Weinanbaugebiet weltweit.

Neusalz ist viel jünger als die meisten anderen schlesischen Städte. Keimzelle der Stadt war eine Salzsiederei, die der österreichische Kaiser Ferdinand hier errichten ließ. Schlesien war damals ja noch habsburgisch, und Neusalz lag ganz im Nordosten des Herrschaftsbereiches.
