Stift Admont

In Admont steht eine große, 1074 durch die Salzburger Erzbischöfe gegründete Benediktinerabtei. Das älteste bestehende Kloster der Steiermark reklamiert die weltgrößte Klosterbibliothek für sich: 70.000 Bände stehen in einem von sieben Kuppeln überwölbten barocken Prunksaal. Da muß ich zuhause nicht nur etwas zukaufen, sondern auch deutlich ausbauen… Dieses sogenannte „achte Weltwunder“ kostet stolze elf Euro Eintritt, plus ärgerlicherweise nochmal fünf Euro extra für die Photo-Erlaubnis (was ich mir spare).

Hier im Bild: Die Stiftskirche, von außen und innen. Sie ist ein Neubau der 1860er Jahre, nachdem die Klosteranlage 1865 fast vollständig niedergebrannt war (die Bibliothek blieb verschont).

Burg Strechau und Admont

Wandertag.

 

Eigentlich hatte ich für heute eine Tour im Gesäuse geplant, zur Haindlkarhütte. Der Rückfall in den Winter letzte Woche macht diese Wanderung aber leider momentan unmöglich. Stattdessen gibt’s zwei Touren weiter unten im Ennstal, mit moderaten Höhenmetern und bei wieder perfektem Wetter:

a) Rund um die Burg Strechau. Kein Tracking. Ca. 7 km, ca. 200 hm.

b) Von Admont zum Schloß Röthelstein. Kein Tracking. Ca. 9 km, ca. 250 hm.

Der Kulm

Bischofshofen mit seiner Großschanze war ja schon durchaus beeindruckend. Aber der Kulm ist schlicht unglaublich. Die größte Skiflugschanze der Erde liegt am Kulmkogel, einem Vorberg des Grimming.

Es ist mir unbegreiflich, daß es jemand schafft, auf zwei Brettern stehend über 240 Meter weit einen Hang hinunterzufliegen, der teilweise so steil ist, daß man dort kaum stehen könnte. Den Schanzenrekord hält aktuell Peter Prevc mit 244 Metern. Allergrößter Respekt für _jeden_, der sich da hinuntertraut.

Die Steilheit des Hanges sieht man – ansatzweise – an den Längenmarken im Aufsprunghang, wobei der Bereich um 120 Meter noch recht „flach“ ist.

Ich hatte vor allem beim Abstieg arge Probleme. Zum Glück gab‘ ein Geländer zum Festklammern, aber dennoch… Kein Gelände für Höhenangsthasen wie mich. 
Blick vom Schanzentisch: Der Aufsprunghang ist von hier aus gar nicht einsehbar. 

Salzkammergut

Ich hab von der gestrigen Tour noch ein bißchen was in Reserve. 😉
Von Bad Aussee geht es über zwei Paßstraßen (Pötschenpaß oder Koppenpaß) hinüber ins südliche Salzkammergut. Hier liegen das sehr hübsche, aber an einem sonnigen Sonntag wie heute hoffnungslos überlaufene Hallstatt und die Kurorte Bad Goisern und Bad Ischl.
Impressionen: Hallstätter See:

Pfarrkirche Bad Goisern:

Ischl (nicht zu verwechseln mit dem Winter-Saufreiseziel Ischgl) war Urlaub- und Kurort und Sommerresidenz der Habsburger Monarchen (hier fand z.B. die Verlobung von Franz Joseph und Sisi statt) und bewahrt dieses Mondän-Vornehme bis heute: Hier die Trinkhalle:

Altaussee:

Was für eine tolle Landschaft. „Fraglos geb‘ ihrem Zauber ich mich hin“ (Wagner, Lohengrin)

Bad Aussee

Die Kleinstadt im nordwestlichen Winkel der Steiermark besitzt den geographischen Mittelpunkt Österreichs. 
Das Autokennzeichen BA führt dazu, daß Leute mit u.a. BA-ERLI 1 durch die Gegend fahren (selbst gesehen). Das käme für mich niemals in Frage. (Ich würde nach Hallein ziehen und mir HA-SI 1 sichern. Das ist natürlich ganz was anderes!!).

Im Zentrum von Bad Aussee vereinigen sich zwei Quellflüsse (Grundlseer Traun, Altausseer Traun) zur Traun, einem 153 km langen Donau-Nebenfluß. Über den Zusammenfluß ist eine Brücke gebaut, deren Sponsor sich unschwer erraten läßt.

Der Waldrapp

…ist der einzige in Europa heimische Ibisvogel. Momentan laufen Versuche, den im 17. Jahrhundert in freier Wildbahn ausgerotteten Vogel wieder auszuwildern. Die Schwierigkeit besteht darin, daß man den Viechern erst wieder beibringen muß, im Winter in den Süden zu fliegen und im Frühjahr in die Brutgebiete nördlich der Alpen zurückzukehren. Das versucht man, indem man mit Ultraleichtflugzeugen vorwegfliegt. Etwa 500 Tiere leben schon wieder in freier Wildbahn. In Kuchl im Tennengau ist ein Brutgebiet eingerichtet. Infos zu diesem interessanten Projekt: www.waldrapp.eu.
In der Volière am Georgenberg sind aktuell etwa zehn Vögel. Außerhalb hat sich leider keiner blicken lassen.

Den Waldrapp wird nicht jeder schön finden. Und ein Singvogel ist er schon gleich gar nicht (er gluckst eher und klingt irgendwie wie eine Mischung aus tropfendem Wasserhahn und Schluckauf). Aber mir gefällt er gut, mit seinem an den Flügeln rot und grün schimmernden Gefieder. (Das Bild ist nicht besonders; der Zoom der Handykamera ist nicht gut, und dann noch durchs Netz… Aber ich werde demnächst noch zwei Profis nach Kuchl schicken, da kommen dann bessere Bilder raus 😉 )

In Tennengau und Pongau

Der Tennengau ist eine Landschaft südlich von Salzburg. Die Salzach fließt hier in einem weiten Tal durch Hochgebirgsmassive wie Tennengebirge und Hagengebirge, die den Tennengau nach Süden vom Pongau trennen.

In Hallein, einer alten Salzbergbaustadt, lebte und arbeitete Franz Xaver Gruber, der Komponist des schönsten Weihnachtsliedes überhaupt. Stille Nacht heilige Nacht wurde 1818 in Oberndorf erstmals gespielt. In Hallein steht das Gruberhaus mit Museum, das leider momentan geschlossen ist. Vor dem Haus befindet sich das Grab Grubers.

Tenneck ist ein kleiner Ort, der sich um eine alte Eisenhütte entwickelte. Ein Eisenwerk gibt es noch heute.

Bischofshofen ist vor allem bekannt für seine große Skisprungschanze, auf der jedes Jahr am Dreikönigstag das Abschlußspringen der Vierschanzentournee ausgetragen wird. Die Naturschanze ist benannt nach dem 1952 mit 26 Jahren tödlich verunglückten Skispringer Paul Außerleitner. Der Aufsprunghang ist unfaßbar steil; das kommt am Fernseher (und hier im Photo) überhaupt nicht richtig rüber. Die seitliche Treppe hochzugehen ist eher Klettern als Treppensteigen.

Pfarrwerfen ist ein kleiner Ort im nördlichen Pongau, hübsch gelegen am Hang oberhalb der Salzach, mit lustigem Namen und eigener Autobahnauffahrt.

Den Namen hat der Ort von der Burg Hohenwerfen.