Bastogne

Bastogne, zu deutsch Bastnach, ist eine Kleinstadt in der belgischen Provinz Luxembourg. Bekannt ist sie vor allem für das Radrennen Lüttich-Bastogne-Lüttich, das jährlich im März ausgetragen wird. Darüber informiert dann auch ein Kreisverkehr im Zentrum.

Das Rennen wird seit 1892 ausgetragen und ist somit der älteste der großen Frühjahrsklassiker, der Eintagesrennen in dieser Region. Im April hatte ich ja schon über Paris-Roubaix geschrieben.

Ansonsten gibt die Stadt nicht allzu viel her; diese Installation von Regenschirmen über der Hauptstraße bringt aber wenigstens etwas Farbe in die arg verstopften Straßen Bastognes.

Die Info, daß es hier „très bons biscuits“ gibt, erreicht mich leider etwas zu spät. 

Am Stadtrand steht ein Denkmal der Amerikaner, das an die Gefallenen während der Ardennenschlacht 1944/45 und die Befreiung Belgiens erinnert. Das Mémorial ist, wie viele amerikanische Bauten dieser Art, ziemlich monumental.

Daneben steht ein Museum zur Kriegsgeschichte.

In einer kleinen Krypta sind drei Mosaike von Fernand Léger zu sehen.

Clervaux und Luxemburgs Norden

Luxemburg ist ziemlich genau so groß wie das Saarland; die Umrechnung in Eisberge oder Fußballfelder fällt also hier besonders leicht. Eine weitere Ähnlichkeit mit dem Saarland: Während der Süden des Landes stark industriell geprägt ist, ist der Norden sehr ländlich. Spätestens hinter Ettelbrück und Diekirch gibt es nur noch wenige kleine Städtchen und Dörfer. Das Land ist manchmal eine nur leicht hügelige Hochebene,

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Vorankündigung / Préavis

Schon wieder? Ja klar! Es ist September, und das bedeutet für mich: Ab nach Frankreich! So veranstalte ich nun – wie in jedem Jahr seit 2002 – wieder meine Tour de France. Dieses Jahr startet sie aber, genau wie es die andere Tour de France auch manchmal macht, im Ausland: Die ersten Reisetage sind nämlich für Luxemburg reserviert. Anschließend geht es hinüber nach Lothringen und dort in Richtung Westen entlang der belgisch-französischen Grenze.

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Kürnbach

Kürzlich wurde angemerkt, der Kraichgau wäre, obwohl ja so nah, hier deutlich unterrepräsentiert. Das läßt sich ändern. Zum Beispiel bei einer Tour dorthin, wo dieses vorzügliche Getränk herkommt:

Kürnbach ist nämlich bekannt als Schwarzriesling-Dorf. Im Französischen heißt die Rebsorte Pinot Meunier, im Deutschen wird sie auch Müllerrebe genannt.

In Kürnbach und um Kürnbach herum bietet sich also eine Wanderung durch die Weinberge an. Die offizielle Kürnbacher „Wandern mit Wein“-Veranstaltung findet zwar erst am 9. September statt, aber warum warten?

Von den Weinbergen aus sieht man aber nicht nur die Hügellandschaft des Kraichgaus, sondern hat auch immer wieder einen Blick ins Tal, in dem Kürnbach liegt.

Im hübschen Ortskern bietet Kürnbach typische Weindorf-Atmosphäre, mit engen Gassen und viel, viel Fachwerk.

Und die Weinlese hat auch schon begonnen.

Eine Besonderheit von Kürnbach: Das kleine Dorf gehörte über Jahrhunderte zu zwei verschiedenen Staaten: Zur Grafschaft Hessen und zum Herzogtum Württemberg. Kondominat nannte man sowas. Die territoriale Zersplitterung des Reiches wurde hier also auf die Spitze getrieben, denn Hessen und Württemberg unterhielten jeweils eigene Verwaltungen. Als 1810 die Länder neu geordnet wurden und zahlreiche Mikro-Fürstentümer von der Landkarte verschwanden, übersah man das kleine Kürnbach wohl, denn die Teilung blieb erhalten (nur daß der württembergische Teil – ausgerechnet – zum Großherzogtum Baden kam). Jedenfalls gab es im Ort mit seinen höchstens tausend Einwohnern weiterhin zwei Bürgermeister. Erst 1903 gab Hessen den Anspruch auf den Ort auf, und Kürnbach wurde komplett badisch, nach Unterzeichnung eines hochoffiziellen Staatsvertrages zwischen Baden und Hessen-Darmstadt. Ablesen kann man die Jahrhunderte der Teilung des Ortes heute noch daran, daß es zwei Kelterhäuser gibt: Eine Hessen-Kelter und eine Baden-Kelter.

Gefällt es hier in Baden-Hessen: Lapin Pinot Meunier.