Herrieden hatte hier im Blog schon einen Auftritt, und zwar vor ziemlich genau acht Jahren: Anfang November 2018 war das, bei ganz ähnlichem Wetter (blauer Himmel, kalt).

Die Bilder der Stadt und der Wiesen an der Altmühl sehen also ganz ähnlich aus wie damals.

Damals waren die Störche im November auch noch hier, und die aktuellen Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt scheinen sie auch nicht zu schocken. Die sind also wohl wirklich zu faul, um in den Süden zu fliegen. Stattdessen belagern sie das Kirchendach und hinterlassen deutliche Spuren.

Hitchcock reloaded.

Dabei ist Herrieden eigentlich ja in erster Linie nicht Storchenstadt, sondern Hasenstadt. Denn das Stadtwappen ziert ein Hase. Der Ort hieß ursprünglich Hasenried und wurde später, nachdem die Augustiner-Chorherren hier ein bedeutendes Kloster errichtet hatten, zu Herrenried und dann zu Herrieden.

Die ehemalige Klosterkirche ist den Heiligen Vitus und Deocar geweiht. Letzterer war ein irischer Mönch, der 782 der erste Abt des hier gegründeten Benediktinerklosters war. Er wurde auch hier bestattet und bald heiliggesprochen. Danach hat man seine Reliquien in Franken und Bayern verteilt (u.a. Nürnberg, München).
