Ustron

In Ustron weiß man offensichtlich, wie man einen durchreisenden Reisehasen empfängt.

Das Kaninchen im Startbild, offensichtlich eine Hommage an „Alice im Wunderland“, bleibt nicht der einzige Hase, dem wir hier in Ustron begegnen, weshalb die Stadt jede Menge Sympathiepunkte beim Reisehasen sammelt. Sie liegt ein paar Kilometer nördlich von Wisła an der Weichsel, die aus den Beskiden kommt und hier durch das Gebirgsvorland nach Norden fließt.

Wie Wisła ist Ustron Kurort, Fremdenverkehrsort und Wintersportort, wenn auch nicht ganz so bekannt. Historisch ist Ustron aber auch ein Industriestandort, in dem es – heute längst geschlossene – Eisenhämmer und ein Walzwerk gab. Dafür stehen im Zentrum stattliche Gebäude wie die Bibliothek der Stadt, an der eine Wandmalerei einen Blick ins Innere zuläßt:

Naja, ok, nicht ganz exakt das Innere, jedenfalls nicht hier in Ustron. Dargestellt ist die Bibliothek des Trinity College in Dublin.

Im Kurpark von Ustron trifft man nicht nur auf den Hasen vom Startbild, sondern auf zahlreiche Skulpturen, zum Beispiel auch auf ein Denkmal für den Soziologen Jan Szczepański, der in Ustron geboren wurde und als Denkmalsfigur, warum auch immer, sehr skeptisch dreinschaut.

Der Hasenkönig auf seinem Thron versucht dagegen, majestätisch zu wirken. Mit allerdings nur mäßigem Erfolg. Man beachte das Wappen im Sockel.

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