Der Jaur ist ein Fluß, der in West-Ost-Richtung durch das südliche Haut-Languedoc fließt. In seinem Flußtal liegen einige sehenswerte Orte, zum Beispiel Olargues.

Das gehört tatsächlich noch zur Vereinigung der „Schönsten Dörfer Frankreichs“. Und bei diesem Ortsbild ist das auch kein Wunder.

Ich war schon mal hier, auf der September-Tour 2008, meiner einzigen September-Reise durch Frankreich, die größtenteils verregnet war, mit sämtlichen in Mitteleuropa verfügbaren Arten von Regen. In Olargues gab es das, was die Meteorologen heute „Starkregen“ nennen, also starken Regen. (Nennen die eine starke Frau auch Starkfrau?) Von Regen, egal wie stark, ist heute aber keine Spur zu sehen.

In den Ort führen zwei Brücken: Eine, die für den Autoverkehr geöffnet (und trotzdem sehr schmal) ist, und die mittelalterliche Pont du Diable, eine sehenswerte Brücke mit durchaus steilem Mittelbogen.

Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf das Flußtal des Jaur…

…und die alten Häuser von Olargues.

Man kann in dem Bild schon erahnen, daß die Gassen zwischen den Häusern für jeglichen Autoverkehr ungeeignet sind: Eng, steil und teilweise mit Treppen. Da kommt man nur zu Fuß weiter, findet aber an ganz vielen Stellen schöne Motive.

Ein paar Orte weiter hat auch das kleine Riols eine alte Bogenbrücke.

Und nahe der Jaur-Quelle (einer Karstquelle) liegt Saint-Pons-de-Tomières, wo im 10. Jahrhundert eine bedeutende Benediktinerabtei entstand und im Jahr 1317 ein Bistum eingerichtet wurde. Seitdem und bis in die Napoleonische Zeit war Saint-Pons also Bischofssitz.

Auch hier: Enge Gassen im mittelalterlichen Stadtkern.

Und immer wieder finden sich diese Kunstwerke der Verkabelung, bei denen ich mich immer frage, ob da wirklich noch jemand durchblickt. Oder ob, wenn irgendjemand eine Störung meldet, einfach der ganze Knoten abmontiert und durch einen neuen Knoten ersetzt wird.
