In Sylvanès kommt man nicht zufällig vorbei. Dafür liegt der kleine Ort im Haut-Languedoc viel zu abgelegen von allen Hauptstraßen.

Aber wer gezielt hinfährt, kriegt etwas geboten: Ein gut erhaltenes klassisches Zisterzienserkloster. Es ist zwar nicht mehr vollständig, weil die Religionskriege des 16. und 17. Jahrhunderts auch hier wüteten und das Kloster schon vor der Revolution (1768) aufgehoben wurde, aber immerhin: Die Klosterkirche und ein Flügel des Kreuzganges stehen noch.

Zur Besichtigung geht man durch einen brandneuen Pavillonbau. Den gab’s noch nicht, als ich das letzte Mal hier war. Den gut gemachten Audio-Guide mit informativen Texten, den man auf die Ohren gesetzt bekommt, auch nicht.

Besonders beeindruckend ist die Kirche im typisch zisterziensischen Stil. Von außen sehr schlicht (siehe oben), und innen ebenfalls weitgehend schmucklos, aber gerade deshalb so beeindruckend, weil der Raum selbst wirken kann.

Von den eigentlichen Klostergebäuden steht noch der Mönchsflügel mit Sakristei, Kapitelsaal und Scriptorium.

Und dementsprechend steht auch nur noch einer der vier Flügel des Kreuzganges.


Hier noch ein Blick in das Scriptorium.
