Winterthur

Nach all dem Hochgebirge und den spektakulären Landschaften ist Winterthur ein echtes Kontrastprogramm: Die zweitgrößte Stadt des Kantons Zürich und sechstgrößte Stadt der Schweiz ist ein traditioneller Industriestandort.

Noch heute haben bedeutende Unternehmen ihren Sitz in Winterthur, zum Beispiel der Versicherungskonzern AXA oder der Maschinenbauer Sulzer. Aber die wichtigste Industriesparte war der Lokomotivbau. Die 1871 gegründete Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik, kurz SLM, produzierte mehr als 125 Jahre lang genau das, was sie im Namen führt, ehe sie kurz nach der Jahrtausendwende abgewickelt wurde. Es gibt zwar zumindest noch kleinere Nachfolgebetriebe, aber das weitläufige Werksareal ist heute in Teilen bereits zu Wohnvierteln umgestaltet.

Die SLM produzierte zahlreiche Lokomotiven, die dem Reisehasen schon begegnet sind. Zum Beispiel die Nr. 7 der Vitznau-Rigi-Bahn, die auf bzw. an der Rigi-Strecke noch immer zu sehen ist; es war die erste ausgelieferte Lokomotive des Werkes.

So ist die Industriearchitektur bis heute ein wesentlicher Teil des Stadtbildes. Auch die Nachkriegsarchitektur wie das Kesselhaus als markantes Eckgebäude des Sulzer-Areals…

…oder das Sulzer-Hochhaus, das nach seiner Fertigstellung 1966 das höchste Hochhaus der Schweiz war (ehe es 1978 durch die Hardau-II-Hochhäuser in Zürich überboten wurde).

Eine Stadt mit einer derart großen Bedeutung für das Eisenbahnwesen erhielt natürlich auch einen repräsentativen Bahnhof mit angemessenem Empfangsgebäude.

Winterthur hat aber auch eine Altstadt. Diese ist komplett zur Fußgängerzone erklärt worden und an diesem Samstagnachmittag gut besucht.

Etwas mehr Bewegungsfreiheit hat man in der breiten, platzartigen Steinberggasse.

Hier steht auch der Fischmädchen-Brunnen von 1938.

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