Irschenberg

Damit die Rückfahrt nicht so lange wird: Zwischenhalt in Irschenberg in Bayern. 

An Irschenberg rauschen die Allermeisten nur vorbei, denn die A8 München – Salzburg verläuft unmittelbar südlich des Ortes. Wer hier anhält, macht das höchstens an der Raststätte Irschenberg. Dabei ist zum einen das Dorf selbst sehr hübsch, zum anderen gibt’s einen Aussichtspunkt. Von hier aus blickt man auf die Wallfahrtskirche Wilparting und die Alpen mit Benediktenwand, Kampenwand, Wildem Kaiser usw.

Ist das schön! Und das Wetter tut sein übriges dazu, denn die herannahende Gewitterfront erweist sich zwar als ausgesprochen naß, aber auch als sehr photogen.

Und hinterher scheint ja auch gleich wieder die Sonne.

Als Tourabschluß gibt es also nochmal ein richtiges Highlight, vor allem ein landschaftliches. Und auch ein Spaziergang in den Ort lohnt sich.

Hier gibt es einen kleinen Dorfplatz mit Kirche, Rathaus und Bäckerei drumherum. Und vor allem sitzt hier die Dorf-Resi, der der Reisehase (hier: der Resihase) direkt mal sagen kann, wie gut es ihm hier gefällt.

Mais maintenant un dernier regard pour le lapin voyageur avant le retour (et les dernières 400 kms du tour).

Hinterkaifeck

Vielleicht sollte man eine Tour nicht mit einer Ausstellung über einen Sechsfachmord beginnen. Vielleicht paßt das aber auch ganz gut zu einer Österreich-Tour, denn den Bewohnern wird ja ein gewisser Hang zum Morbiden nachgesagt.

Hinterkaifeck war ein Einödhof in Niederbayern , in dem 1922 alle sechs Bewohner erschlagen wurden, darunter auch Kinder im Alter von 7 und 2. Weil der Mord viel Aufsehen erregte, es zahlreiche gruselige Details gab und weil das Geschehen immer geheimnisvoll blieb und nie aufgeklärt werden konnte, zählt der Fall bis heute zu den spektakulärsten Verbrechen der deutschen Kriminalgeschichte.


Vor ein paar Jahren wurde eine Dokumentation über Hinterkaifeck produziert. Wer starke Nerven hat, kann mal auf die Suche gehen und sich die anschauen. Aber: Dagegen sind alle Horrorschocker Kinderkram, weil bloß Fiktion…  Das war schon sehr grausig. ? Wer tiefer ins Thema einsteigen will: Es gibt auch Webseiten zum Thema.

Eines von nur fünf existierenden Photos vom Tatort.


Und aktuell gibt es nun die Austellung im Turm Triva in Ingolstadt, mit Dokumenten und Rekonstruktionen. Spannend.

 

Résumé: Je commence mon tour avec une expo sur un assasinat multiple, un cas de 1922 toujours très fameux en Allemagne. Ben, c’est pas un sujet trop mignon ptet comme départ en vacances, mais d’autre part c’est approprié car les Autrichiens ont une certaine affiction au choses morbides… Et le tour ne va pas continuer comme ça, j’promets. ?

München

So, Rückfahrt.

Ich hab heute nochmal gut 15 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, eher mehr wohl (auch weil’s mir nicht gelungen ist, in der Innenstadt ein nettes Café jenseits von Starbucks et al. zu finden – nächstes Mal vorher informieren). Meine Füße meinen jetzt jedenfalls, daß es reicht. Anstrengend war’s. Aber schön.

Zum Abschluß noch ein paar Bilder. Hofbräuhaus, Theatinerkirche, nochmal Olympia – und Eichhörnchen Content. ??

Wacker

Das war der Plan: Wacker München gegen ESV München. Aber dann traten die Eisenbahner vom ESV nicht an. Werden vielleicht vom Weselsky trainiert… Der FC Wacker, in den 50ern für ein paar Jahre in derselben Liga wie die Bayern und 1860, spielt heute Kreisliga. An der Demleitnerstraße auf einer sehr hübschen Anlage, die einen neuen Anlauf wert ist.

Grünwalder Straße

München ist ja nun auch ne Fußballstadt. Bei den 60ern war ich noch nicht, obwohl ich sie mag. Aber solange die noch in der blöden Arena spielen statt in ihrem Heimatstadion, wird das nix. 

Schlimmer noch: Auch an der Grünwalder Straße haben sich die Roten breitgemacht (hier spielt heute deren Frauen-Team). Wenigstens an den Zugängen stimmen aber die Farben noch.

Ich geh da nicht hin. Natürlich nicht. So bleibt’s bei einer Außenbesichtigung und dem Eindruck: Viel Grau, viel Beton.

Olympia II

Der Tag beginnt mit Bergwandern. Ein bißchen jedenfalls, denn der Hügel im Olympiapark ist durchaus hoch.

Oben trifft man dann unter anderem auf selfie-machende Spanier und keuchende Jogger. Und auch der Honk mit Sedgway fehlt nicht.

Aber nicht ablenken lassen, denn der Rundblick lohnt sich. Man sieht das Olympiagelände, die Stadt und die Alpen.