Der erste größere Ort an der Nordküste seit Portrush ist Ballycastle, das eine flachere Stelle an der sonst rauhen Küste einnimmt.


Hier mündet der Glenshesk River, einer der Bäche, die die neun “Glens of Antrim” bilden. Das sind neun landschaftlich besonders schöne Täler (für deren Besuch ich einen Reisetag mehr hätte einplanen müssen. Nächstes Mal dann).

Der markante dunkle Felsen rechts ist Fair Head, der die Bucht von Ballycastle nach Osten abschließt. Und die Berge dahinter sind… der Mull of Kintyre! Von Paul McCartney und den Wings besungen. Schottland ist hier nur noch knapp 25km entfernt.

Um dort hinzukommen, müßte man allerdings genau wie im Lied “Carrickfergus” einen “handsome boatsman” finden oder bis Larne fahren, wo die offiziellen Fähren in Richtung Schottland starten. In Ballycastle gibt es nur eine Fährverbindung nach Rathlin Island, eine kleine Insel vor der Küste, auf der noch 140 Einwohner leben.

Im kleinen Hafen war gerade die Möglichkeit, der “Chloe May” beim Rückwärtseinparken zuzuschauen. Faszinierend, wie das klappt. Ich hätte mindestens die Chloe May und zwei weitere Schiffe geschrottet und den Hafen für mehrere Wochen Bergungsarbeiten blockiert.

Ansonsten kümmert man sich in Ballycastle auch um die Tiere, die hier im Hasenblog leider viel zu selten vorkommen. Aber jetzt hat Freund Igel endlich auch mal einen Auftritt.
