Von Carrickfergus führt die Tagestour immer am Meer entlang in Richtung Norden bis nach Carnlough. Das sind nur knapp 50 Kilometer, aber es gibt so viel zu sehen, daß dafür dennoch fast der ganze Tag draufgeht.

Erster Halt nach Carrickfergus ist das kleine Seebad Whitehead, wo man ganz offensichtlich sehr günstig an einen Satz Wandfarben gekommen ist.

Es gibt hier auch ein Eisenbahnmuseum, das heute aber geschlossen hat. Von einer Brücke kann man zumindest aufs Gelände schauen; den brauchbaren Teil des Fuhrparks haben sie aber in den Hallen untergebracht; was hier draußen steht, ist entweder Arbeitsmaterial oder größtenteils ohnehin schon verrottet.

Weiter nördlich liegt Larne, die mit knapp 20.000 Einwohnern größte Stadt an der Antrim Coast. Larne ist Fährhafen für Schiffe nach Schottland, das Luftlinie nur knapp 40 Kilometer entfernt ist. Am Ufer steht ein Rundturm, der aber nicht so alt ist wie die meisten anderen irischen Rundtürme: Er wurde 1888 als Denkmal für James Chaine aufgestellt, einen Politiker, der sich für den Ausbau des Hafens und die Schiffsverbindung nach Schottland eingesetzt hatte.

Im Hintergrund sieht man die Halbinsel Islandmagee, einen gut 20 Kilometer langen Hügelrücken, der vor der irischen Nordostküste liegt.

Larne ist ansonsten von eher begrenztem touristischem Reiz; die Hauptstraße bietet vor allem Geschäftshäuser, aber auch vereinzelt etwas ansehnlichere Bauten.


Und es gibt ein paar schöne Wandmalereien.

Weiter geht die Fahrt entlang der Küste, die hinter Larne rauher und wilder wird, wie hier an der halbrunden Ballygally Bay.

Oder an der Whitebay.

Einer von hier nur wenigen Küstenorten ist Glenarm an der Mündung des Glenarm River und am Ende eines von neun Tälern, die als Glens of Antrim recht viele Touristen anziehen. Glenarm ist davon das südlichste Tal.

In der Nähe folgt Carnlough, ein Seebad mit langer Tradition (Vorfahren von Winston Churchill hatten hier ein Hotel, das heute noch unter dem Namen Harbourview Hotel existiert). Der Hafen von Carnlough ist in der Tat einen Blick wert.

Und über dem Hafen weht dann auch hier in Antrim endlich mal die richtige Flagge. Die, die hier eigentlich hingehört. 🙂 Alles andere, ich kann’s nicht ändern, fühlt sich für mich auf dieser Insel einfach falsch an.
