Im Osten von Down liegt der Strangford Lough, eine große Bucht, die nur durch einen schmalen Meeresarm mit der offenen See verbunden ist und weit, fast 30 Kilometer, ins Binnenland hineinragt.

An der schmalen Stelle der Bucht, ganz im Süden, liegt das kleine Örtchen Strangford, das knapp 500 Einwohner hat und daher auf dem folgenden Bild fast komplett drauf ist.

Naja, nicht ganz, aber so ungefähr. Hinter der Häuserzeile am Hafen, in dem die Boote bei Ebbe keine Handbreit Wasser mehr unter dem Kiel haben, sieht man den Turm von Strangford Castle aus dem 16. Jahrhundert. Der meistfrequentierte Platz in Strangford ist aber auf jeden Fall der Fähranleger, denn hier verkehrt im Halbstundentakt die Fähre zwischen Strangford und dem gegenüber liegenden Portaferry.

Ich fahre mit und überlege wieder einmal, was eigentlich passiert, wenn ich mich auf Chris de Burgh berufe, der uns Kindern der 80er ja schließlich unmißverständlich gesagt hat, daß man den Fährmann nicht bezahlen soll. Aber warum eigentlich? Den Ferryman in Strangford bezahle ich natürlich trotz Chris de Burgh.

Portaferry, der Fähranleger auf der Ostseite, ist deutlich größer (knapp über 2.000 Einwohner), und auch hier gibt es ein Tower House wie drüben in Strangford.
