Eigentlich hatte ich der Tour ja die Überschrift “Mecklenburg” gegeben, mich dann aber bisher vor allem in Niedersachen und Vorpommern herumgetrieben. Jetzt geht die Reise aber mitten hinein in die Mecklenburgische Seenplatte, zu deren Zentrum sich die Kleinstadt Waren entwickelt hat. Sie liegt am nördlichen Ende der Müritz, mit der Innenstadt zwischen den beiden Kirchen St. Georgen (links) und St. Marien (rechts).

Sankt Georgen war die Kirche der Altstadt, dem eigentlichen Kern der im 13. Jahrhundert entstandenen Siedlung.

Sankt Marien steht in der Neustadt, die aber auch nicht ganz so neu ist und um 1300 schon existierte.

Zwischen beiden liegt der zentrale Platz der Stadt, der Neue Markt mit dem Neuen Rathaus und stattlichen Fachwerkgebäuden. Die Kugel vorne ist ein Brunnen, der noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht ist.

Am Rand der Altstadt steht das Müritzeum, das Naturkundemuseum zur Müritz und zur Region.

Die Müritz ist bekanntlich der größte See, der komplett in Deutschland liegt, 112,6qkm groß und fast 18 Kilometer lang. Im Norden bildet die Müritz eine kleine Ausstülpung, die Binnenmüritz. An der liegt Waren. Den eigentlichen Hauptteil der Müritz sieht man also von hier aus gar nicht. Man kann ihn aber per Schiff erkunden, zum Beispiel mit dem Schraubenraddampfer “Europa”, der hier gerade aus dem Warener Hafen fährt. Der Reisehase bleibt heute aber aus Zeitgründen an Land.

Für schöne Ausblicke auf den großen See (bzw. auf die Binnenmüritz), dessen Name übrigens “kleines Meer” bedeutet, reicht es aber trotzdem.

Und die beiden hier sehen aus als steckten sie tief in einer hitzigen Diskussion. Oder noch eher: Der rechts hat irgendwas komisches gesagt, und der links guckt konsterniert. Oder? Vielleicht wirkt das aber auch nur so, wegen der wilden Frisuren.
