Loga

Loga ist seit 1968 ein Stadtteil von Leer. Vorher war es Zentrum einer kleinen Herrschaft.

Der Ort wird durch die Bundesstraße geteilt, die selbst zu Randzeiten ziemlich stark befahren ist. Der eigentliche alte Ortskern liegt südlich der Straße. Hier steht die Evenburg, die allerdings kaum noch etwas von einer Burg hat und vielmehr ein veritables Wasserschloß ist. Errichtet hatten es die Herren von Wedel im frühen 18. Jahrhundert.

Das ursprünglich barocke Schloß wurde im 19. Jahrhundert neugotisch umgebaut. Original ist noch die Vorburg, die im Einstiegsbild zu diesem Beitrag zu sehen ist. Etwas weiter nördlich steht außerdem noch die Philippsburg, auch sie deutlich weniger Burg als Schloß. Das Herrenhaus entstand im 18. Jahrhundert für einen anderen Vertreter der Familie von Wedel.

Beide Schlösser sind von einem großen Park umgeben. Der Park an der Eversburg besitzt lange Alleen, die vom Schloß bis zum Ufer der Leda reichen.

Dort gibt’s die regionaltypische Landschaft: Fluß, Wiesen, Deich, Wiesen (v.l.n.r.).

An der Leda war der Reisehase ja vorgestern schon, am Leda-Sperrwerk bei Leer. Das Bild hier ist ein paar Kilometer flußaufwärts aufgenommen.

Und dann gibt es da noch den SV Frisia Loga, einen Verein mit wohlklingendem Namen und Erfolgsjahren, die schon eine geraume Weile in der Vergangenheit liegen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Frisia in der höchsten niedersächsischen Liga (zusammen übrigens mit dem blau-gelben Lokalrivalen VfL Germania Leer), konnte sich dort aber nicht allzu lange halten. Heute findet man die Rot-Schwarzen in der Ostfrieslandliga, was in etwa der Kreisliga entspricht. Gerade erst in diese Liga abgestiegen, muß sich die Mannschaft wohl erst wieder finden. Jedenfalls möchte man bestimmt nicht übers letzte Wochenende reden: Da setzte es ein 2:9 gegen Blau-Weiß Barssum. Heute kommt der VfB Uplengen in das hübsche Stadion auf den Truben. Frisia (hier in den weißen Trikots) verliert erneut, aber dieses Mal nur mit 0:2. Jeder Mentaltrainer würde darin einen klaren Aufwärtstrend sehen, aber vor sowas wie Mentaltrainer bleibt man als Kreisligist ja zum Glück noch verschont.

Ganz so schlimm steht es aber sowieso nicht um Frisia: Nach sechs Spieltagen steht der Club mit sieben Punkten ganz solide im Tabellenmittelfeld. Nur wenn es mit dem direkten Wiederaufstieg noch was werden soll, sollte man sich nicht mehr allzu viele 2:9-Niederlagen leisten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*