Das Ulster Museum ist ein großes Museum bzw. eigentlich sind es gleich drei Museen in einem: Es ist regionalhistorisches Museum für Ulster, Naturkundemuseum und Kunstmuseum. Und der Eintritt in dieses wirklich riesige Haus (8.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche) ist… frei!

Das Haus ist allerdings etwas labyrinthisch angelegt; ich finde es trotz Lageplan schwierig, mich zu orientieren und habe vermutlich einiges nicht gesehen, weil ich schlicht den Weg dorthin nicht gefunden habe. Aber eigentlich ist das Museum ohnehin viel zu umfangreich für einen einzigen Besuch. Zu den Highlights gehört auf jeden Fall der Saal, in dem die Objekte ausgestellt sind, die man in der Girona gefunden hat.

Das war ein Schiff der Spanischen Armada, das 1588 an der irischen Nordküste (Antrim Coast) gesunken ist. Neben Kanonen hat man auch zahlreiche Münzen und andere Objekte geborgen.
Natürlich ist auch der nordirische Bürgerkrieg ein großes Thema. Eines der bekannten Photos aus dieser düsteren Zeit zeigt eine Familie aus der von Katholiken bewohnten Bombay Road in Belfast, die 1969 durch Loyalisten niedergebrannt und zerstört wurde. Viele konnte nur einige wenige Dinge retten, zum Beispiel den Fernseher. Das Originalgerät vom Photo hat nicht nur den Bürgerkrieg überstanden, sondern auch den Weg ins Museum gefunden.

Der erste Automobilhersteller Irlands ist auch vertreten: Chambers stellte 1904 diesen 8 HP her.

In einem Innenhof hängen drei Drachen, die wohl, so zumindest die Beschreibung, irgendwas mit “Game of Thrones” zu tun haben. Die Serie wurde ja größtenteils in Nordirland gedreht, weshalb die Drehorte von den Fans überrannt werden. Ich kann dazu aber nix sagen; ich kenne von der ganzen Serie nur den Titel.

Andere Tiere triggern mich da doch mehr.

Ich hab das, glaube ich, schon mal geschrieben: Ich finde, jedes Museum, das auf sich hält, sollte mindestens einen Hasen in der Ausstellung haben!
Gerade am heutigen Tag. Frohe Ostern!
