Mornington (Boyne-Mündung)

Das Programm heute, am Sonntag: Eine Kurztour von Drogheda an die irische Ostküste, damit ich hier nicht den kompletten Tag wie in einem Small-Faces-Song verbringe (“Lazy Sunday Afternoon”), wahlweise auch in einem The-Kinks-Song (“Lazin’ on a sunny afternoon”).

Den verregneten Sunday Morning (The Velvet Underground!) mußte ich noch im B&B bleiben, aber gegen Mittag hörte der Regen auf. Und dann: Sunny afternoon! Was blieb, war der starke Wind; es waren Böen mit bis zu 70 km/h vorhergesagt. Da bleiben nicht viele sichere Sitzplätze für einen kleinen, leichten Reisehasen.

Drogheda liegt nicht direkt an der Küste, sondern ein paar Kilometer landeinwärts. Vom Stadtzentrum fahren aber Busse in Richtung Mornington, Bettystown und Laytown, kleineren Orten am Meer, die zum County Meath gehören. Laut Fahrplan im Halbstundentakt, in der Realität aber zu Abfahrtszeiten, die mit den Zeiten laut Fahrplan nicht sehr viel zu tun haben.

Der River Boyne, der in Mornington in die Irische See mündet, ist die Grenze zwischen den Grafschaften Meath (im Süden) und Louth (zu der Drogheda gehört). Bei Mornington südlich der Boyne-Mündung steht der Maiden Tower aus dem 16. Jahrhundert, der zusammen mit dem links dahinter zu sehenden Steinmonument (Lady’s Finger genannt) ein Seefahrtszeichen war und die Einfahrt von der See her in den Boyne markierte.

Auf seinen letzten Metern ist der Boyne sehr breit. Auf die andere Seite kommt man hier nicht mehr. Die letzten Brücken sind in Drogheda (die moderne Fußgängerbrücke und das für Fußgänger natürlich nicht zugängliche Eisenbahnviadukt).

Die Boyne-Mündung:

Nach Norden sieht man weit die Küste entlang, im Hintergrund zum Beispiel die Berge der Cooley-Halbinsel oberhalb von Carlingford. Der Reisehase ist da schon gewandert.

Weiter rechts kann man heute sogar die Mourne Mountains erkennen, die schon zum County Down gehören (also Nordirland). Da soll’s übernächste Woche auf der Rundreise noch hingehen.

Der Wind bläst ziemlich stark in Richtung Meer und treibt immer wieder Schwaden von Sandkörnern über den Strand.

Der Strand ist hier wunderbar breit und zieht sich kilometerweit nach Süden hin. Ein tolles Baderevier, auch jetzt schon, jedenfalls wenn man Ire ist und daher einstellige Wassertemperaturen und den zwar nicht kalten, aber starken Wind nicht abschreckend findet. Auch heute sind Leute im Wasser. Hier noch der Blick in Richtung Süden, wo im Hintergrund das Kap bei Skerries (?) zu sehen ist.

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