Silvaplana

Silvaplana ist eine kleine Gemeinde (etwa 1.000 Einwohner) in der Nähe von St. Moritz im oberen Engadin. Hier beginnt die südliche Rampe des Julierpasses, von der aus man einen sehr schönen Blick auf den Ort und den Silvaplanersee hat.

Das kleine Ortszentrum ist schnell besichtigt; hier der zentrale Platz mit dem ehemaligen Hotel Julier Palace. Früher führte die Paßstraße mitten durch den Ort, heute gibt es eine Ortsumgehung, und das Zentrum ist verkehrsberuhigt.

Graubünden ist Steinbock-Land, vor allem, weil der Alpensteinbock das Wappentier des Kantons ist. Als ich Kind war, war das mein absolutes Lieblingstier. Und wenn nicht irgendwann die Hasen den Platz 1 in der Rangliste übernommen hätten, wäre das hier eventuell ein Steinbock-Blog. Was sich aber deutlich schlechter aussprechen läßt als Hasenblog. Wobei “bouquetin voyageur” sich auch gut anhört.

Zu Silvaplana gehört auch der Ort Surlej auf der anderen Seite des Inns und des Silvaplanersees.

Hier steht das Schloß Crap da Sass, das nicht so alt ist wie es vielleicht aussieht: Es wurde 1904-06 errichtet, für den preußischen Generalmajor Adolf von der Lippe, der offensichtlich wußte, wo es schön ist: Am Lago Maggiore hatte er einen weiteren Ruhesitz. Die Pensionsbezüge im preußischen Militär waren offenbar ziemlich üppig, und außerdem hatte der Herr Generalmajor auch noch reich geheiratet.

Der Silvaplanersee ist mit dem benachbarten Lej da Champfèr verbunden. Hier dümpeln nur ein paar kleinere Boote.

Auf dem Silvaplanersee ist deutlich mehr los: Der Wind, der ziemlich stark durch das Flußtal weht, lockt zahllose Kitesurfer aufs Wasser.

Hier nochmal ein Blick von oben auf Silvaplana, Schloß Crap da Sass, die beiden Seen und das Gebirgsmassiv der Bernina-Alpen mit dem 3451m hohen Piz Corvatsch (rechts), auf den von Surlej aus zwei Gondelbahnen hinauffahren.

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